Rapid nutzt Chancen nicht und verliert

Auf heimischem Boden verlor der Landesligist gegen Stahl Riesa mit 2:5 und belegt einen Abstiegsplatz. Der Trainer hat die Gründe dafür erkannt.

Dem BSC Rapid Chemnitz ist es am gestrigen Sonntag in der Fußball-Landesliga zu Hause nicht gelungen, Stahl Riesa weich zu kochen. Vielmehr kassierte die Elf von Trainer Florian Butter eine 2:5 (1:2)- Heimniederlage. Mit neun Zählern liegt sein Team auf einem Abstiegsplatz. Allerdings ist der Abstand zum rettenden Ufer äußerst gering. "Eigentlich war das Spiel von uns gar nicht so schlecht. Aber durch individuelle Fehler haben wir uns um den Lohn gebracht", sagte der Chemnitzer Coach. Zudem hatte er einen weiteren Unterschied ausgemacht: "Wir betreiben einen riesengroßen Aufwand, können aber unsere Chancen nicht nutzen. Der Gegner agierte hingegen im Angriff gnadenlos effektiv", lautete Butters Analyse.

Bis auf den verletzten Kapitän Marcus Vettermann, der wohl die komplette Hinrunde ausfallen wird, stand ihm der gesamte Kader zur Verfügung. Den Start verschliefen seine Schützlinge auf keinen Fall. Nach den ersten zehn Minuten, die ausgeglichen verliefen, übernahm seine Truppe die Regie. Nach einer reichlichen Viertelstunde fasste sich Felix Hennig ein Herz, zog aus rund 35 Metern ab und traf zum 1:0 für den BSC. "Der Riesaer Torwart war offenbar von der Aktion etwas überrascht. Doch wer es nicht probiert, kann kein Tor erzielen", schilderte Butter die Situation. In der 42. Minute verpassten es die Rapid-Kicker, den Ball auf Höhe der Eckfahne ordentlich zu klären und fingen sich den Ausgleich ein. In der ersten Minute der Nachspielzeit waren die Gastgeber gedanklich offenbar schon in der Kabine, als Riesa zum zweiten Mal zuschlug. "Da haben wir völlig geschlafen und uns innerhalb von vier Minuten eine gute erste Halbzeit kaputt gemacht", sagte Butter.

Nach dem Seitenwechsel lief es für den Chemnitzer Landesligisten mit leichten Vorteilen gegenüber dem Kontrahenten wieder ganz flott. Belmin Mesan glich in der 67. Minute aus. Doch aus einem Punktgewinn wurde nichts , weil die Gäste eine erneute Leichtfertigkeit in den Reihen des Gegners ausnutzten und in der 81. Minute 3:2 in Front zogen. "Die letzten fünf Minuten haben wir hinten aufgemacht. Doch statt den Ausgleich zu erzielen, haben wir zwei Tore gefangen", so Butter. Er habe bei seinem Team gegenüber den vorangegangenen Partien leistungsmäßig eine positive Tendenz festgestellt. "Doch dafür können wir uns nichts kaufen. Offenbar ist meine Mannschaft noch nicht reif genug, in solchen Situationen zu bestehen. Der Gegner war heute auf jeden Fall cleverer als wir", sagte Butter.

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