Sobotzik glaubt Frahns Beteuerungen nicht

EX-CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik hat Zweifel an den Erklärungen des umstrittenen Fußballprofis Daniel Frahn.

Der ehemalige Geschäftsführer des Chemnitzer FC, Thomas Sobotzik, hat Zweifel an den Erklärungen von Daniel Frahn über dessen angebliche Nähe zu Rechtsextremisten geäußert. Gerade Frahn «wusste genau, mit wem er da abhängt», sagte Sobotzik dem «Kicker» (Montag). Das seien langjährige Verbindungen, auf die ihn die Polizei bereits 2018 aufmerksam gemacht habe.

Frahn war im August 2019 wegen seiner angeblichen Verbindungen zur rechten Szene vom Chemnitzer FC entlassen worden. Unter anderem hatte er im März 2019 bei einem Torjubel ein T-Shirt mit der Aufschrift «Support your local Hools» (Unterstütze deine lokalen Hooligans) hochgehalten. Das hatte Frahn, der inzwischen für den Regionalligisten SV Babelsberg spielt, im Februar dieses Jahres als «größten Fehler meines Lebens» bezeichnet.

Der 32-Jährige distanzierte sich von rechtem Gedankengut. Zudem hätte er im August nicht mit «einem ehemaligen Mitglied von Kaotic Chemnitz» zu einem Auswärtsspiel beim Halleschen FC fahren und auf der Gästetribüne sein dürfen. Kaotic Chemnitz gilt als rechtsextremistische Hooligangruppe aus dem Umfeld des Chemnitzer FC. Frahn hatte gegen die Kündigung erfolgreich geklagt und seinen Vertrag beim CFC im Januar aufgelöst.

Die Verantwortlichen hätten schon vor den Vorfällen mit Frahn mehrfach sehr intensiv über die Problematik gesprochen, erklärte Sobotzik. Der 45-Jährige kritisierte, er habe von Frahn bis heute keine Entschuldigung gegenüber dem Verein und seiner eigenen Mannschaft gehört. «Was so eine halbseidene, nach einem halben Jahr ausgesprochene Rechtfertigung wert ist, soll jeder selbst entscheiden», sagte der heutige Geschäftsführer der Kickers Offenbach. (dpa)


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10Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    1
    AliceAndreas
    03.03.2020

    @ remarcel

    Das was du zum Spielankündigungsplakat schreibst ist eine reine Lüge!!!

    Dort ist der Bayern München Block vom DFB-Pokal Spiel vor 1,5 Jahren zu sehen!
    Grund dafür sind die Bayrischen Gegner der nächsten Wochen.

    Aber schön das du damit zeigst welchen Wahrheitsgehalt deine "Argumente" haben.

  • 5
    4
    sunhiller
    03.03.2020

    @Freigeist14...
    das hätte man bei allen anderen Clubs der 1.-3. Liga beleuchten können - das Ergebnis wäre das gleiche !

  • 6
    4
    Freigeist14
    03.03.2020

    Die Sendung "Sport inside" beleuchtete umfassend , wie die Fankultur in Chemnitz von waschechten ,gewaltbereiten Hooligan aus der Nazi-Szene unterwandert wurde und heute dominiert . Da hilft kein Leugnen oder Bagatellisieren .

  • 4
    6
    Bertl
    02.03.2020

    @remarcel: beim CFC zieht langsam Ordnung ein und dann kommst Du mit halbseidenen Überschriften und versuchst, genau diese Ordnung wieder zu stören. Nun kommt noch Deine Bewertung vom Auswärtsspiel bei 1860 dazu. Such Dir doch ein anderes Hobby, als hier gegen den Aufwärtstrend des CFC anzugehen. Komm mal mit zum Spiel und Du wirst sehen, was hier für eine Fankultur herrscht.

  • 8
    5
    remarcel
    02.03.2020

    Jetzt sind auch Ausschreitungen von CFC-Anhängern bei 1860 München bekannt geworden: das Singen von rechtsextremen Liedern, das Verwenden von verfassungsfeindlichen Symbolen, Schlägereien etc. Sobotzig hat sich getraut diese Straftaten anzuprangen, auch deshalb wurde er vom Hof gejagt. Wie lange will man diese rechtsextremen Teile der Fanszene noch hofieren?

  • 14
    11
    remarcel
    02.03.2020

    Ich denke, wenn man persönlich bedroht und öffentlich im Stadion diffamiert wurde, so wie es bei Sobotzik der Fall war, legt man das nicht ohne weiteres ab. Hopp im Fadenkreuz und Sobotzik-Raus-Plakate sind letztenendes eine Seite derselben Medaille. Wenn ich mir die aktuellen Spielankündigungsplakate des CFC ansehe, wo im Hintergrund die Pro-Frahn-Choreo und die Raus-Parolen abgebildet sind, merke ich, dass der Verein nichts gelernt hat.

  • 13
    20
    AliceAndreas
    02.03.2020

    Alle paar Wochen die gleichen Geschichten von diesem Herrn.
    Wie viel davon wirklich der Wahrheit entspricht wird man wohl nie erfahren.

  • 16
    23
    Lesemuffel
    02.03.2020

    Was für ein mieser Typ? 2018 wusste er die "Verbindungen" schon von der Polizei und hat nicht reagiert? Aber nun nach treten, tolles Fairplay Hr. S., gut, dass sie nicht mehr beim CFC tätig sind.

  • 18
    25
    langearnold
    02.03.2020

    Schlechter Stil von Herrn Sobotzik. Er hat eine neue Aufgabe in Offenbach, warum kartet er wiederholt nach? Ist ne Charakterfrage.
    Festzuhalten ist: Seitdem er weg ist, gibt es in und um Verein/ GmbH wieder ein Miteinander, bilden sich neue Strukturen, läuft es sportlich besser. Er bleibt als unschöne Randnotiz der CFC-Historie in Erinnerung.

  • 7
    34
    contoso
    02.03.2020

    Thomas Sobotzik hat dem CFC nehr geschadet als jeder andere, er soll sich endlich aufhören Kommentare abzugeben!
    Wir wollen in der 3. Liga bleiben und da sind die ständigen Störungen nicht hilfreich.