Volleys nach klarem Erfolg weiter im Aufstiegsrennen

Den CPSV-Damen ist die Revanche gegen Hammelburg geglückt. So richtig zufrieden waren die Spielerinnen und ihr Trainer nach dem 3:0-Sieg aber nicht.

Corina Ssuschke-Voigt formulierte es am klarsten. "Das war kein schöner Volleyball, das muss man zugeben", sagte die 250-fache Nationalspielerin, die seit dem vergangenen Sommer das Trikot der CPSV Volleys trägt. Der Drittligist hatte am Samstagabend die Mannschaft des TV/DJK Hammelburg zu Gast. Das Hinspiel in Unterfranken hatten die Chemnitzerinnen noch klar verloren. Am Samstag gelang ihnen die Revanche - und das ziemlich deutlich. Nach etwas mehr als einer Stunde stand ein 3:0 (26:24, 25:16, 25:14) auf der Anzeigetafel.

In den ersten Spielminuten hätte aber wohl keiner der Zuschauer auf so einen klaren Sieg gewettet. Die Gastgeberinnen begannen nervös, leisteten sich viele Annahmefehler. Die Gäste überraschten die Volleys zudem mit mehreren schnell und kurz gespielten Angriffen, Aufsteiger genannt. Die Chemnitzerinnen liefen folgerichtig immer wieder einem Rückstand hinterher. "Wir sind irgendwie gar nicht reingekommen. Im Angriff hat der Druck gefehlt", sagte Spielerin Susanne Besa nach der Partie. Und Ssuschke-Voigt übte Selbstkritik. Sie habe auf einer neuen Position gespielt und sich erst an diese gewöhnen müssen. "Das hat einen Satz gedauert. Aber die Mannschaft hat meine nicht so gute Leistung kompensiert. Das war toll", so die 33-Jährige.

Als der Satz beim Stand von 22:24 schon verloren schien, drehten die CPSV-Damen nach einer Auszeit plötzlich auf und gewannen noch mit 26:24. "Normalerweise hätten wir den Satz verlieren müssen. Das war reines Glück", meinte der Chemnitzer Trainer Jan Pretscheck nach der Partie. Er war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden gewesen. "Die Spielerinnen haben nicht das abgerufen, was sie im Training zeigen", so der Coach.

Auf das Ergebnis hatte das aber keine Auswirkungen. Nach dem aus Hammelburger Sicht unglücklichen Ende des ersten Satzes brachen die Gäste ein und mussten sich in Satz zwei und drei deutlich geschlagen geben. "Der Verlust des ersten Satzes hat Hammelburg den Mut genommen", sagtee Besa.

Mit dem achten Sieg im 13. Spiel rückten die CPSV-Damen auf den zweiten Tabellenplatz vor und sind weiter im Aufstiegsrennen. Der Rückstand auf Spitzenreiter Augsburg beträgt nach dem Sieg der Bayern gegen Dresden gestern allerdings sechs Punkte.

Dass die Chemnitzerinnen nicht noch besser dastehen, liegt an den Ergebnissen der Vorwoche. Da hatten die CPSV-Damen eine große Chance vergeben. Nach dem Sieg bei Spitzenreiter Augsburg unterlagen die Volleys in Lohhof. "Da haben wir gekämpft wie die Wilden. Nach zehn gespielten Sätzen innerhalb von zwei Tagen war aber die Kraft weg. Einige von uns sind ja auch nicht mehr die Jüngsten", meinte Ssuschke-Voigt.

Den anvisierten Aufstieg in die zweite Liga haben die Sächsinnen damit nicht mehr in der eigenen Hand. Selbst, wenn sie alle fünf ausstehenden Partien gewinnen sollten, müssen sie auf Ausrutscher von Spitzenreiter Augsburg hoffen. Die Bayern müssten sogar dreimal patzen, damit der CPSV noch auf Platz eins rutscht. "Das wird sehr schwer", meinte Besa.

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