2700 Euro für drei gute Zwecke

Von der Premier League auf den Löser-Sportplatz in Annaberg-Buchholz: Chris Löwe hat mit Freunden gespielt, um Kindern zu helfen. Vom Erlös profitieren mehrere.

Annaberg-Buchholz.

Ein Hauch von großer weiter Fußballwelt ist am Samstag über den Kurt-Löser-Sportplatz in Annaberg-Buchholz geweht. Dafür sorgte ein Spieler, der bis vor Kurzem die Töppen für Huddersfield Town in der englischen Premier League schnürte. "Chris Löwe and friends" hieß eines der acht Männerteams, das beim Benefizcup startete und das Turnier mit einem 1:0 gegen Deutuna gewann.

"Den Benefizcup richten wir jährlich aus, aber solch einen Hochkaräter hatten wir noch nicht dabei", so Willy Beckert vom VfB Annaberg. Und da selbst dieser Chris Löwe nicht allein spielen kann, hatte er Freunde mitgebracht. Und mehr noch, von der Tribüne aus verfolgte die Familie das Turnier. Mit Ehefrau Monique, Mutter Anett, Schwiegermutter Sylke, Schwiegervater André, Schwester Julia, Schwägerin Nadine und Schwager Sven kam ein richtiges Treffen zustande.

Chris Löwe hat England verlassen, spielt künftig wieder in Sachsen für Dynamo Dresden. "Ich freue mich, wieder in der Heimat zu sein, und hoffe, dass ich die Erwartungen erfüllen kann", sagte der Linksverteidiger. Nun geht es für ihn also gegen Aue, Sandhausen und Bielefeld, nicht mehr gegen Liverpool, Chelsea und die Clubs aus Manchester. Für das Champions-League-Endspiel am Samstag hat der 30-Jährige übrigens einen klaren Favoriten. Und der heißt FC Liverpool mit dem Sturmtrio Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino, gegen das er noch vor Kurzem selbst auf dem Feld stand. "Ich hoffe, dass sie es schaffen. Unter ihrem jetzigen Trainer Jürgen Klopp bin ich mit Dortmund Meister geworden, er ist jetzt endlich mal dran!"

Zu den Freunden, die mit Chris Löwe auf dem Platz standen, zählt Stefan Schmidt. "Ich habe mit Chris für den CFC in der Jugend und bei den Männern gespielt. Er ist ehrgeiziger gewesen als ich und hat seinen Weg gemacht", lobt der Torwart des VfB Auerbach. Ganz besonders herzlich fiel die Begrüßung zwischen dem Neu-Dresdner Löwe und Christian "Pelé" Einenkel aus Geyer aus. "Ich habe Chris als Co-Trainer der Landesauswahl zwei Jahre lang trainiert, er ist derselbe feine Kerl geblieben, der er früher schon war", plauderte der 71-Jährige.

Mutter Anett Löwe ist froh, dass die Fahrt zu einem Spiel ihres Jungen jetzt mit dem Auto erfolgen kann und kein Flugzeug mehr genommen werden muss. "Die Besuche in England waren interessant, das war schon klasse", sagt die Plauenerin. Schwester Julia Löwe fand die Atmosphäre im Stadion toll - und das ist etwas, das Chris Löwe immer im Herzen tragen wird: "In England wird ehrlicher gespielt, da gibt es kein großes Gejammer auf dem Platz. Die Schiedsrichter werden respektiert. Und erst die Fans. Selbst als unser Abstieg lange feststand, sind sie ins Stadion geströmt und haben uns unterstützt."

Weil Chris Löwe gern etwas zurückgeben möchte, war er nach Annaberg zum 7. Erzgebirgs-Firmencup gekommen. Über den Erlös von 2700 Euro darf sich ein Trio freuen: "Visions for Children", "Nachwuchsengel.de" und die Jugendfußballer des VfB Annaberg. Sie erhalten jeweils 900 Euro.

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