Abnutzungskampf endet remis

Die Oberliga-Tischtennisspieler des TSV Elektronik Gornsdorf haben zuhause gegen Erfurt einen weiteren Punkt im Kampf gegen den Abstieg gesammelt. Dabei profitierten sie von einer besonderen Stärke.

Gornsdorf.

Punkt verloren, Punkt gewonnen? Nachdem am Sonntag die letzten Bälle gespielt waren in der Oberliga-Partie zwischen dem TSV Elektronik Gornsdorf und dem TTZ Sponeta Erfurt, war die Stimmung ein bisschen ambivalent. Hilft der Zähler aus dem 8:8 im Abstiegskampf weiter? Oder war nicht sogar mehr drin? Stefan Meiner, neben Holger Anhut und Tomas Kabelka einer von Dreien, die alle Einzelspiele gewannen, legte sich dann irgendwann fest. "Die Niederlage war nicht weit entfernt. Deshalb würde ich sagen, dass wir einen Punkt gewonnen haben", sagte er und verwies sogleich auf eine besondere Qualität seiner Mannschaft in dieser Partie - die Nervenstärke. "Fünf Spiele gingen insgesamt über die volle Distanz von fünf Sätzen. Und fünfmal sind wir dabei als Sieger vom Tisch gegangen."

Die Elektroniker hatten sich für diese Begegnung viel vorgenommen. Doch in den Doppelspielen handelten sie sich erst einmal einen 1:2-Rückstand ein. Das Spitzendoppel Tomas Kabelka/Michal Jirasek glänzte zwar mit einem 3:0-Erfolg. Doch sowohl Holger Anhut und Stefan Meiner als auch Chris Lasch und Alister Seltmann verloren überraschend klar mit 0:3 Sätzen. Das hatten die Gornsdorfer in dieser Deutlichkeit nicht erwartet. Sie befürchteten nun Auswirkungen auf die Einzelspiele.

Und tatsächlich hatte Kabelka zum Auftakt gegen Timothy Franke, die Nummer 2 der Gäste, einige Probleme und gewann nur knapp mit 3:2. Da Michal Jirasek im Anschluss klar gegen Erfurts Spitzenmann Krzysztof Kaczmarek mit 0:3 verlor, blieb der Rückstand konstant. Das blieb auch danach noch so, denn einem knappen 3:2-Erfolg von Holger Anhut stand eine 1:3-Niederlage von Chris Lasch gegenüber.

Dann allerdings begann die stärkste Phase der Gastgeber. Erst gewann der gerade 16 Jahre alte Alister Seltmann seine Partie klar mit 3:0, bevor Stefan Meiner das Spiel des Tages ablieferte. Nachdem er in den ersten beiden Sätzen auf verlorenem Posten stand und wenig von dem funktionierte, was er sich vorgenommen hatte, erkämpfte er zunächst den Ausgleich, um dann im fünften Satz unter dem tosenden Beifall der 40 Zuschauer noch einen 14:12-Erfolg zu landen. Kabelka setzte anschließend noch einen drauf, als er seinen Angstgegner Kaczmarek, den er zuvor noch nie besiegen konnte, ebenfalls mit 3:2 schlug.

Doch den Rückenwind aus diesen drei Siegen am Stück konnten die Gornsdorfer nicht nutzen. Letztlich war es Stefan Meiner zu verdanken, der mit seinem zweiten Einzelsieg dafür sorgte, dass seine Mannschaft mit einem knappen 8:7 aus der zweiten Einzelrunde herausging. Für den Gesamtsieg hätten die Elektroniker das nun anstehende Entscheidungsdoppel gewinnen müssen - doch dazu kam es nicht.

In der Tabelle ist Gornsdorf Sechster, und die Erzgebirger haben noch sämtliche Auswärtsspiele vor der Brust. "Die Entscheidung über den Klassenerhalt", so Stefan Meiner, "fällt wohl erst am letzten Spieltag der Rückrunde."

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