Am Ballermann im Erzgebirge: 2 Spiele, 22 Tore

Fußball, Erzgebirgspokal: VfB Annaberg fertigt Thalheim 8:1 ab - Zschopautal verliert in Verlängerung 6:7

Annaberg-Buchholz.

8:1 und 6:7: Wer die Floskel mit dem Pokal und den eigenen Gesetzen bedient, ist nach dem Viertelfinale des Erzgebirgspokals um zwei Argumente reicher. Denn einerseits entzauberte der VfB Annaberg den SV Tanne Thalheim, andererseits rappelte sich der BSV Zschopautal bei Lößnitz II zweimal vom Boden wieder auf, um dennoch die Segel streichen zu müssen.

FC Lößnitz II - BSV Zschopautal 7:6 n. V. (2:3, 5:5): Patrick Salzer war stolz und sauer zugleich. "Wie kann ein Verband einen Schiedsrichter ansetzen, der nur paar Meter Luftlinie vom Spielort entfernt wohnt", stellte Zschopautals Trainer in den Raum. Er fühlte sich und seine Elf mehrfach benachteiligt. "Klares Handspiel vor dem 5:3, klares Abseits vor dem 6:5, klarer Elfmeter für uns, der nicht gepfiffen wird. Unparteiisch war das jedenfalls nicht", kritisierte er. "Für meine Jungs ist es megaschade, auf diese Weise ausscheiden zu müssen." Dennoch lobte er sie, weil sie sich immer herankämpften und selbst nach dem 5:7 nicht aufsteckten. Nach Kulhaneks drittem Treffer folgte keiner mehr.

VfB Annaberg - SV Thalheim 8:1 (5:1): So hoch hat René Wendler noch nie verloren, seit er vor fünf Jahren das Traineramt in Thalheim übernahm. Das Aus kam mit Pauken und Trompeten. Eines, auf das vor dem Anpfiff nicht das Geringste hingedeutet hatte: die Thalheimer mit einem makellosen Saisonstart in der Erzgebirgsliga, Mitabsteiger Annaberg im Niemandsland. Alles Schall und Rauch. "Wir haben gekämpft, geackert, Doppelpässe gespielt. Wenn einer einen Zweikampf verloren hat, war sofort ein anderer zur Stelle. Ich bin total begeistert", sagte VfB-Trainer Daniel Mannsfeld. Spätestens als sich Richie Schulzes Volley über Tanne-Keeper Kevin Mehlhorn ins Tor senkte - ob absichtlich oder nicht - brach es über die Gäste herein. Binnen sechs Minuten trafen zunächst Meyer und Wagner noch drei weitere Male, sodass es mit 5:1 in die Pause ging. Auch danach durften nur die Gastgeber Tore bejubeln. Und das, obwohl den Annabergern im Gegensatz zu Thalheim sogar Stammkräfte fehlten. Mannsfeld hofft, dass es nun im Halbfinale erneut ein Heimspiel für den VfB gibt. "Gegen wen ist mir da vergleichsweise egal", so der zufriedene Trainer. (mas/jüw)

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