Amazonen zu stark für Zwönitzerinnen

Handball, Verbandsliga: HSV-Frauen unterliegen zuhause klar mit 23:32 - Trainer mit Leistung trotzdem zufrieden

Zwönitz.

Klar verloren, aber trotzdem stolz auf seine Mannschaft. So präsentierte sich Steven Szpetecki, der Trainer der Zwönitzer Verbandsliga-Handballerinnen nach der Partie gegen die Leipziger Amazonen. "Ein großes Lob an meine Mannschaft. Wir haben in der Kabine gesagt, dass wir aufs Spielfeld gehen, weil wir gewinnen wollen, und es gab keine Situation in diesem Spiel, in der man an dieser Einstellung hätte zweifeln können", sagte er nach der 23:32-Niederlage. Das Ziel, den favorisierten Gästen das Leben so schwer wie möglich zu machen, habe sein Team gut umgesetzt.

Das zeigte sich vor den Augen des deutschen Handball-Nationalspielers Philipp Weber, Vizepräsident der Amazonen, zu Beginn auch auf der Anzeigetafel. Nach 13 Minuten stand dort ein achtbares 6:8. Erst danach kamen die Messestädterinnen besser in die Partie und nutzten die kleinen Fehler und vergebenen Abschlüsse der Gastgeberinnen gnadenlos aus. "Da sind Situationen und Lösungen dabei, die das Handball-Herz höher schlagen lassen", lobte Szpetecki die Gäste, die bis zur 18. Minute auf 13:9 davonzogen.

Mit viel Bewegung im Angriff und dem nötigen Biss in der Abwehr kamen die Zwönitzerinnen bis zur 25. Minute zwar wieder auf 14:16 heran, doch danach häuften sich technische Fehler, bedingt durch Konzentrationsmängel, wieder. Die Folge: ein Fünf-Tore-Rückstand (14:19) zur Pause, den die Amazonen zu Beginn des zweiten Durchgangs sogar noch zum 23:14 aus ihrer Sicht ausbauten.

Die Hausherrinnen gaben sich jedoch nicht geschlagen und zeigten in der Defensive Herz. Etwa ab der 40. Minute wuchs der Toreabstand nicht weiter an. Diesen zu verringern, gelang den Zwönitzerinnen allerdings auch nicht, sodass am Ende ein 23:32 zu Buche stand. Trost gab es vom Gegner. So betonte Marco Horschig, der Trainer der Amazonen, dass sich die Erzgebirgerinnen mit der gezeigten Leistung vor keiner Mannschaft in der Liga zu verstecken brauchten. Laut Szpetecki gehe es nun darum, die positiven Dinge mitzunehmen und an den kleinen Fehlern zu arbeiten. In der Tabelle liegen die Zwönitzerinnen nach ihren beiden Auftaktniederlagen auf dem neunten und damit vorletzten Tabellenplatz. Am Samstag geht es erneut zuhause gegen die Zweite von Markranstädt (6.), die mit einem Sieg (gegen Mölkau) und einer Pleite (gegen Glauchau/Meerane) etwas besser gestartet ist. (bral)

Statistik Zwönitz: Müller, Wolf; Mosel (4/1), M. Kaulfuß (1), Haunschild (3), Riedel (2), Hirsch (1), L. Kaulfuß (6/3), Hartenstein (2), Seidel, Wetzel, Thierfelder (2), Viehweger (2), Kreher

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