An die Tür zum Halbfinale geklopft

Ringkämpfer Erik Löser hat ein solides Finale seiner tollen Saison hingelegt. Doch es hätte fast mit einer Medaille geklappt.

Gelenau.

Jetzt sitzt Erik Löser schon wieder auf der Schulbank, am Sonntag grübelte er noch etwas über seinen bis dato bedeutsamsten Wettkampf, die Juniorenweltmeisterschaft. Denn in einem knappen Viertelfinalfight hatte der Ringer des RSK Gelenau 2:4 gegen den Ukrainer Ihor Bychkov verloren - und der gewann daraufhin Bronze.

Gegen Bychkov kam der 20-Jährige nicht zurecht. Mit der Linksauslage und einer nervigen Armklammer wurde er unangenehm konfrontiert, agierte selbst auch etwas zu verhalten. Schade, dass später sein schneller Armdrehschwung nicht zum Erfolg führte und ein Wurf über die Brust mit Wertung 2 bedacht wurde. Hätte es eine 4 gegeben, wäre Löser als Sieger von der Matte gegangen und damit ins Halbfinale eingezogen. So aber steht Platz 7, was der Athlet wie folgt kommentierte: "Luft nach oben ist natürlich."

Zu Beginn des Turniers im estländischen Tallinn hatte der Sportgymnasiast, der in Leipzig lernt und trainiert, das Machbare abgeliefert. Den Israeli Radik Rakhmatulin schickte er nach Schleuder und Kopfsoublesse mit 6:0 nach Hause, den Inder Rahul Rahul bezwang er vor allem mit einem schönen Wurf aus der Bodenlage heraus letztlich 6:3. Danach kam es zum bereits beschriebenen Viertelfinale in der mit 31 Athleten besetzten Gewichtsklasse bis 72 Kilogramm des griechisch-römischen Stils. Da Sieger Bychkov anschließend gegen den neuen Weltmeister Sergei Stepanov aus Russland verlor, war für den Erzgebirger der Weg in die Hoffnungsrunde verbaut.

"Ich bin dennoch weitgehend zufrieden. Erik ist ein Kämpfer, der nicht nur schiebt und alles über die Physis versucht, sondern einer, der Techniken anzuwenden versucht. Mit solchen jungen Männern wollen wir weiterarbeiten", ließ sich Sportdirektor Jannis Zamanduridis zitieren. "Und der Bundestrainer ist mit mir auch nicht unzufrieden gewesen", fügte Erik Löser bescheiden aus der Einschätzung von Maik Bullmann an. "Am Sonntagabend haben wir noch auf die Silbermedaille von Patrick Neumaier angestoßen, für mehr blieb keine Zeit. Bis auf die Altstadt haben wir auch nur wenig von Tallinn sehen können", berichtet Erik Löser vor dem Rückflug.

"Ich ziehe gleich nach Leipzig durch, denn in den kommenden Wochen will ich mich auf die Schule konzentrieren", fügt der Athlet, der die 13. Klasse beginnt, an. Daheim aber dürfen sich die Ringerfans freuen, wenn am 31. August gegen Potsdam die Regionalligaserie beginnt, denn Erik Löser wird im Aufgebot der Gelenauer stehen.

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