Arbeit im Hintergrund wird gewürdigt

Bei der Sportlerehrung des ADAC Sachsen haben sich zahlreiche aktive MotorsportlerüberPreisegefreut. Auf die Bühne gebeten wurden aber auch Personen, die sonst eher weniger imRampenlicht stehen.

Zwickau.

Mehr als 600 Gäste waren gekommen, um im Zwickauer Konzert- und Ballhaus "Neue Welt" die erfolgreichsten Motorsportler des Jahres 2019 zu ehren. Zahlreiche Endurosportler der Region gehörten ebenso dazu wie der Motocross-Sachsenmeister Kevin Lindner aus Gelenau sowie der erst neunjährige Robin Siegert, der im nationalen ADAC-Pocketbike-Cup 2019 Zweiter geworden war.

Dem ADAC Sachsen rückte bei seiner Gala in Zwickau aber nicht nur die in den Mittelpunkt, die am schnellsten über die Pisten jagen. Auch solche wurden geehrt, die das alles durch die Organisation von Wettkämpfen erst möglich machen. Dazu gehörte zum Beispiel Christoph Seifert, der 1996 zu den Gründungsmitgliedern des Offroad-Clubs (ORC) Hilmersdorf gehörte und den Verein seit nunmehr zehn Jahren als Vorsitzender führt. "Eigentlich bin ich nicht so der Typ, der auf Auszeichnungen riesigen Wert legt. Aber das war für mich eine große Ehre", sagt der 42-Jährige über die Ewald-Kroth-Medaille in Silber, die ihm in Zwickau unter großem Applaus überreicht wurde. Sie dient der Anerkennung von jahrelanger ehrenamtlicher Tätigkeit.

Zum Nachdenken über Ehrungen bleibt Seifert eigentlich keine Zeit. Dafür hat der ehemalige Geländefahrer aus Großolbersdorf einfach zu viel um die Ohren. Und das liegt nicht nur am neuen Vereinsheim, das in diesem Jahr entstehen soll. Neben dem sächsischen ADAC-Enduro-Jugend-Cup, in dem der ORC als Ausrichter eines Laufes fungiert, kümmern sich die Hilmersdorfer bei "Rund um Zschopau" auch jedes Jahr um den Streckenabschnitt am Scharfensteiner Teufelsberg. Nicht zu vergessen die Nachwuchsarbeit im Verein, die bereits am ersten Februar-Wochenende mit einem Trainingslager nahe Berlin das nächste Projekt bereithält.

Auch um die älteren Kadersportler wie Andreas Beier, die sogar international im Einsatz sind, kümmert sich Christoph Seifert. Als Enduro-Beauftragter des ADAC Sachsen hat er bereits den Vorbereitungslehrgang in Meltewitz organisiert, an dem 18 Fahrer teilnehmen werden. Dann warten schon die Aufgaben, die all die heimischen Rennen mit sich bringen. "Der Aufwand, der dahinter steckt, ist wirklich immens", sagt der 42-Jährige. Vom Naturschutz bis hin zur Klärung mit den Eigentümern gilt es bei der Streckenplanung viel zu beachten. Mehr als früher, wie Seifert findet. Von der Aufbruchstimmung der 1990er-Jahre sei nicht mehr viel übrig geblieben. Stattdessen müssen mehr und mehr bürokratische Hürden genommen werden, um Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Umso stolzer ist der ORC-Vorsitzende darauf, dass er weiterhin viel bewegt. Müde wird er nicht, weil er viel Unterstützung erhält. Zum Beispiel von Heike Wenzel, die in Zwickau ebenfalls geehrt wurde. Sie erhielt bei der ADAC-Gala die Ewald-Kroth-Medaille in Bronze.

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