Arbeitssieg folgt harter Brocken in der Fremde

Handball, 2. Bundesliga: EHV Aue reist zum VfL Gummersbach

Aue.

Den Favoriten ärgern, so gut es geht. Mit dieser Zielstellung reisen die Zweitliga-Handballer des EHV Aue an diesem Freitag zum VfL Gummersbach. Gegen den aktuellen Tabellenvierten muss sein Team keine Manschetten haben, sagt Aues Chefcoach Stephan Swat. "Manchmal ist es gut, in der Außenseiterrolle zu sein. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen." Anpfiff in der 500 Kilometer entfernten Schwalbe-Arena nahe Köln ist 19.30 Uhr.

Nach dem Arbeitssieg gegen Kellerkind Krefeld trifft der EHV auf einen äußerst heimstarken Absteiger aus dem Oberhaus, der in dieser Saison noch kein einziges Mal vor heimischer Kulisse verlor. "Nur Siege und zwei Remis", sagt Swat, der den Gastgebern nach wie vor Erstliga-Format bescheinigt. Im Hinspiel unterlag Aue klar mit 21:32. Um den Gegner voll zu fordern, müsse im eigenen Team jeder an seine Leistungsgrenze gehen. "Nur dann haben wir den Hauch einer Chance, sollten aber mutig aufspielen." Zuletzt sahen die Erzgebirger gegen vermeintliche Favoriten wie Bietigheim teils nicht schlecht aus, konnten sich jedoch nicht belohnen.

Verzichten muss Swat auf die bekannten Langzeitverletzten. Hinzu kommt der Ausfall von Ladislav Brykner, den eine Entzündung plagt. "Die muss er auskurieren", so Swat. Diese Woche vermeldete der EHV, dass der Tscheche den Verein nach sechs Jahren zum Saisonende verlässt und künftig unterklassig Handball spielt, weil die Belastung zu hoch ist. Zurückkehren wird indes Julius Schröder nach überstandener Daumenverletzung. Und wie schon gegen Krefeld rücken Vojta Kozubik und Jonas Leubner aus der Zweiten ins Aufgebot der Ersten auf. "Ich hoffe, sie können uns punktuell verstärken", sagt der Trainer, der eine Steigerung bei den Torhütern erwartet.

So sieht er bei Neuzugang Anadin Suljakovic, der bisher vor allem in der dritten Liga im Kasten stand, durchaus Luft nach oben. "Er muss aber auch erst mal richtig bei uns ankommen und sich herantasten." Auf dieser Schlüsselposition entscheide sich derzeit von Spiel zu Spiel, wer wann gut funktioniert. "Nichtsdestotrotz erwarte ich von den Älteren, dass sie Sebastian Bochmann entlasten." Der Jungspund habe sich bei seinen Einsätzen bisher stets als zuverlässig erwiesen.


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