Athleten nehmen Flugunterricht

In der 2. Bundesliga Nord haben die Gelenauer Ringer erneut Niederlagen einstecken müssen. Dennoch erlebten die Fans faszinierende Momente.

Gelenau.

Das Normale ist eingetreten, wenngleich es ziemlich knapp am Unnormalen vorbeiging. Unterm Strich bleibt jedoch für die Ringer des RSK Gelenau alles beim Alten: Niederlagen gegen die favorisierten Teams und der letzte Platz in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord.

Dass es beim FC Erzgebirge Aue und tags darauf gegen den RV Lübtheen kaum etwas zu holen geben würde, war den Insidern klar. Zum Doppelkampftag ging es dann in Aue auch eindeutig zur Sache, zumal Gelenaus Trainer Björn Lehnert dort auch den jungen Leuten aus den eigenen Reihen eine weitere Bewährungschance einräumen wollte. Er sah es deshalb auch nicht als katastrophal an, dass seine Männer beim 5:28 nur zwei der zehn Duelle für sich entscheiden konnten. "Die eindrucksvollste Technik haben wir gezeigt. Der Ausheber von Johann war allererste Sahne", so Lehnert. Sein 75-Kilo-Mann wendete damit in letzter Sekunde das Blatt gegen Brian Bliefner, der sich mit allen Fasern gegen eine weitere Wertung wehrte. Beim 3:3 hätte der Auer gewonnen. Doch Steinforth zog alle Register - und als das zu Boden bringen nach vorn nicht gelingen wollte, nutzte der Freistil-Spezialist mit aller Energie seine Klassisch-Kenntnisse und war quasi mit der umgekehrten Variante erfolgreich.

Eine ähnlich spektakuläre Situation erlebten die Gelenauer 24 Stunden später in ihrem Sportareal. Diesmal segelte der erfahrene Tomas Sobecky, der in Aue noch den zweiten Einzelsieg für den RSK beigesteuert hatte, selbst durch die Luft. Talent Karan Mosebach aus Lübtheen nutzte eine Unachtsamkeit des Routiniers, um diesem mit einem Wurf mit hoher Amplitude den Zahn zu ziehen. "Allein diese Technik des Vierten der Olympischen Jugendspiele war das gesamte Eintrittsgeld wert", sagte Lehnert. Leider war es aus seiner Sicht nicht sein Mann, dem das gelang. Doch einfach hatten es die Norddeutschen nicht, um die Punkte aus dem Erzgebirge mitzunehmen. Zwischenzeitlich lagen sie nämlich 8:11 hinten, weil Kamil Wojciechowski, David Vala, Andrzej Sokalski und Daniel Franke vier Siege für den RSK eingebracht hatten. Hätten Stefan Saul und eben Sobecky weitere Gelegenheiten nutzen können, wäre eine dicke Überraschung möglich geworden. So aber bleibt es für den RSK beim Prinzip Hoffnung. Noch stehen sieben Kampftage aus.

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