Auch mit 80 Jahren der Heimat verbunden

Enduro: Große Karriere von Klaus Teuchert begann in Börnichen

Börnichen.

Als Rennfahrer der DDR war er auf in- und ausländischen Geländestrecken vorn dabei: Wo auch immer der Endurosportler Klaus Teuchert in den Jahren 1959 bis 1971 unterwegs war, von überall brachte er Medaillen mit heim. Am Montag feierte der gebürtige Börnichener, der seit vielen Jahren in Leipzig wohnt, seinen 80. Geburtstag.

Mit der siegreichen DDR-MZ-Trophy-Mannschaft feierte Teuchert 1966 im schwedischen Villingsberg, im Folgejahr im polnischen Zakopane sowie 1969 in Garmisch-Partenkirchen seine größten Erfolge. Zuvor hatte er im Ifa-Lehrwerk von Zschopau Mitte der 1950er-Jahre seine Ausbildung zum Dreher abgeschlossen. Skijöring war zunächst sein Hobby - zusammen mit Hellmut Werner bestritt er zahlreiche Wettkämpfe im Winter. Zu Armee-Zeiten begann 1959 dann seine Geländesportlaufbahn.

Teuchert trat der ASG Vorwärts Kamenz bei, war erfolgreich bei Armee-Meisterschaften unterwegs. 1960 wechselte er zum ASK Vorwärts Potsdam. Unter Trainer Werner Rosenbrock fuhr er eine 175er-MZ. Die erste internationale Goldmedaille gewann er 1962 bei der Internationalen österreichischen Alpenfahrt. In den beiden Folgejahren startete Klaus Teuchert für den MC Zschopau. So auch 1964, als der Erzgebirger in Erfurt sein erstes Gold bei einer Sechstagefahrt errang. Doch dem Wohnungsmangel in Zschopau geschuldet, verschlug es Teuchert bald nach Leipzig und zum dortigen ASK.

Die Internationale Sechstagefahrt 1965 auf der Isle of Man bestritt er nochmals auf der MZ ETS 175 - und landete einen weiteren großen Erfolg mit dem Silbervasen- Quartett. Im selben Jahr gewann er als 350-ccm-Fahrer erstmals die DDR-Meisterschaft, was ihm 1967 und 1968 erneut glückte. Zudem wurde er 1968 Vize-Europameister. Dem Geländesportler wurde dafür die Auszeichnung "Verdienter Meister des Sports" zuteil. Mit einem dritten Platz als Teil des Trophy-Sextetts bei der 46. Internationalen Sechstagefahrt im Jahr 1971 auf der Isle of Man beendete er seine Laufbahn.

Obwohl Teuchert schon lange in Leipzig lebt, ist er oft in der Heimat. Mindestens einmal pro Jahr zieht es ihn zu seinen Wurzeln. In Zschopau trifft er sich dann beispielsweise bei "Rund um Zschopau" oder zur Classic-Fahrt mit alten Kollegen, um frühere Zeiten aufleben zu lassen. (ritz)

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