Aue und Japan teilen die Punkte

18:18 haben die Handballer des EHV gegen Junioren aus Fernost gespielt - und einen Bekannten begrüßt. Nun ist der Zweitligist in Eisenach gefordert.

Lößnitz.

Ein Geburtstag mit Gästen aus Fernost: Stephan Swat, Trainer von Handball-Zweitligist EHV Aue, ist am Mittwoch 42 Jahre alt geworden. Hallenzeit gab's für ihn aber auch an seinem Ehrentag. So hatten die Erzgebirger Besuch aus Japan. Das Testspiel am Abend endete 18:18 (11:9).

Trainiert wird die U19-Nationalmannschaft von einem alten Bekannten: Shinnosuke Uematsu, der sieben Jahre lang selbst das EHV-Trikot trug. "Es ist schön, in Aue zu sein. Wie eine zweite Heimat. Es freut mich, alle wiederzusehen", sagte der 43-Jährige. Gegen die Japaner agierten die Auer anfangs nervös. "Gegen so eine Profimannschaft war schon ein bisschen Aufregung im Spiel", sagte Swat. "Aber wir konnten die Leistung nach und nach steigern. Insgesamt bin ich zufrieden", so der Auer Coach. Eine Woche weilen die Japaner in Deutschland und absolvieren ein straffes Programm mit mehreren Testspielen, so auch gegen die A-Jugend des SC DHfK Leipzig. Am Sonntag geht es weiter nach Mazedonien.

Pfeilschnell waren die Gäste auf dem Parkett in der Lößnitzer Erzgebirgshalle unterwegs. "Das ist das japanische Spiel. Wir wussten, dass die Jungs wahnsinnig flott und gut ausgebildet sind", so Swat. Da gelte es, körperliche Präsenz zu zeigen. Gerade gegen Ende der ersten Halbzeit habe sich sein Team mit zu vielen Schlagwürfen überraschen lassen. "Wir gingen das Spiel sehr konzentriert an, führen 6:1 - und dann verfallen wir wieder in den Modus, dass es ja scheinbar läuft und sehen es zu locker." Durch eigene Fehler habe seine Mannschaft die Gäste wieder ins Spiel gebracht. "Das darf nicht passieren", so Swat. Für Aues Nico Schneider gab es eine schmerzhafte Erfahrung: Er ging nach einer Angriffsszene zu Boden und verletzte sich so stark am Kopf, dass er vom Parkett getragen werden musste. Das EHV-Juniorteam, das nach der ersten Mannschaft dran war, unterlag den Japanern 19:23 (9:13).

Schon am Dienstag war in der Erzgebirgshalle in Lößnitz Drittligist Dessau-Roßlau zu Gast. "Wir kamen gut in die Partie, bestraften uns aber durch Unkonzentriertheiten selbst", so Swat. Dennoch hieß es am Ende 31:29 (19:12) aus Sicht des EHV. "Die erste Halbzeit lief sehr gut. Da setzten wir genau das um, was wir uns vorgenommen hatten." Von der Effektivität im Angriff sei in der zweiten Hälfte jedoch nichts mehr zu sehen gewesen.

Zeit zum Verschnaufen bleibt für den Zweitligisten kaum. Nun ist das Team bis Sonntag beim Sparkassen-Handballcup in Eisenach gefordert. Das wird laut Swat kein Spaziergang - und jede Partie ein Kracher. In der Werner-Aßmann-Halle erleben Fans den SC Magdeburg, den EHV Aue, den ThSV Eisenach und den HC Erlangen. Die Auer treffen zum Auftakt am jetzigen Freitag, 18 Uhr auf Erstligist Erlangen. Die 22. Auflage des traditionsreichen Turniers wird unter acht Teams und in zwei Gruppen ausgespielt. In Gensungen trifft zeitgleich Ludwigshafen auf Lemgo und Melsungen auf Gummersbach. Am Sonnabend folgen die Duelle der jeweiligen Verlierer und Sieger - und am 4. August in Rotenburg an der Fulda die Partien um die Plätze 7, 5 und 3 sowie das Finale.

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