Auer Juniorteam schenkt der HSG Riesa/Oschatz 45 Tore ein

Von allem etwas hat es am Wochenende aus hiesiger Sicht in der Sachsenliga im Handball gegeben. In der Verbandsliga unterlagen die HSV-Frauen erneut.

Aue/Schwarzenberg/Zwönitz.

Die gute Nachricht: Die Frauen des SV Schneeberg sind in der Sachsen- liga im Handall als Aufsteigerinnen im dritten Spiel ungeschlagen geblieben. Die schlechte: Am Sonnabend beim USV TU Dresden war mehr drin als das 23:23 (11:14).

Der Start ging völlig in die Hose. In Angriff und Abwehr agierte der SVS überhastet, geriet 1:5 in Rückstand (5.). Nach einer Auszeit fingen sich die Schneebergerinnen, kamen zum 8:8 (19.). Mit individuellen Fehler im Angriff bauten die Gäste die Einheimischen wieder auf, und so lag Dresden zur Pause 14:11 vorn. Der SVS steigerte sich (15:15/38.), verpasste es jedoch, aus einer Fülle von sehr guten Möglichkeiten einen Vorsprung zu erarbeiten (19:19/49.). Als Linda Leonhardt, Anne Zipplies und Antonia Bamler das 22:19 (52.) herausgeworfen hatten und es in der 54. Minute 23:20 stand, schien der Auswärtssieg greifbar nahe. Dann aber schafften es die Erzgebirgerinnen nicht mehr, den Ball im USV-Kasten unterzubringen, kassierten jedoch noch drei Gegentore.

Schneeberg: Keßler, Kehrer; Kiebs (6), Meyer (5/1), Martin, Küchler, Leonhardt (6/2), Bamler (3), Zipplies (1), Kolbe (2). (kjr)

Mit 45:29 (19:15) haben die Männer des EHV Aue II am Sonntag die HSG Riesa/Oschatz regelrecht aus der Lößnitzer Erzgebirgshalle gefegt. Damit führt das Auer Juniorteam die Sachsenliga weiterhin ungeschlagen und nun mit 9:1 Zählern an.

Zunächst war es allerdings ein ausgeglichenes Duell zwischen dem Spitzenreiter und dem Vorletzten. Zwar führte Aue schnell 5:2. Fehlende Kommunikation, gepaart mit zu wenig Körperlichkeit beim EHV, lud die Gäste aber zu einfachen Toren ein (7:7), und die HSG blieb dran. Erst kurz vor und direkt nach dem Seitenwechsel gelang es den Auern, von 15:14 über 19:15 auf 23:15 (34.) davonzuziehen. Dazu trug eine Umstellung des Deckungssystems auf 4:2 mit Beginn der zweiten Halbzeit bei. In der 43. Minute stand es bereits 29:19, und dank ihrer überlegenen Physis bauten die Erzgebirger den Abstand immer weiter aus, wobei es Marcel Schäfer (54.) vorbehalten war, den 40. Treffer zu erzielen. In der Endphase kam Nachwuchskeeper Tim Espig zum Einsatz.

Aue II: Bamler, Schmidtke, Espig; Schwenning (6), Unbehauer (1), Herpich (2), Jonathan Fischer (8), S. Fischer (6), Krauß (3), Schä- fer (5), Schauer (9), Roth (5/3). (kiw)

Viele der gut 350 Zuschauer bei der Partie der Männer des Zwönitzer HSV am Sonntag beim SV Koweg Görlitz rieben sich verwundert die Augen, als die Gäste durch einen Doppelschlag von Jiri Brecko plötzlich 15:12 führten (40.). Dass es am Ende 28:18 (10:9) für den Favoriten aus Ostsachsen stand, hatte aus Görlitzer Sicht vor allem mit der Manndeckung gegen Brecko zu tun, aus Zwönitzer Sicht mit der einseitigen Zeitstrafenverteilung. Die Erzgebirger erwischte es siebenmal, der SV Koweg blieb ungeschoren.

Zuvor war das Spiel völlig aus- geglichen. Görlitz lag zwar meist knapp vorn, aber der HSV blieb stets dran, war von allen Positionen gefährlich und erfolgreich. Nach dem 10:9 für den SV Koweg zur Pause folgte die stärkste Zwönitzer Phase samt der erwähnten 15:12-Führung. Die Görlitzer warfen nun alles in die Waagschale, kamen zum 17:16 (46.). Dennoch war noch alles offen. Aber weitere Zeitstrafen gegen die Erzgebirger erwiesen sich als vorentscheidend. Denn Koweg nutzte sie, zog auf 22:16 (53.) davon. Davon erholte sich der HSV nicht mehr.

Zwönitz: Kerner, Treuter; Brecko (7/1), Fritsch (1), Hartenstein (4), Langer (1), Becher, Kotesovec (1), Treitschke, Schlömer, Küntzel, Löbner (4/1).

Auch wenn die Verbandsliga-Par-tie beim HSV Marienberg II mit 18:24 (9:12) recht klar verloren ging, konnten die Frauen des Zwönitzer HSV am Sonntag eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel in Schkeuditz nachweisen. Die Achillesferse im Duell mit dem Tabellendritten war bei den Zwönitzerinnen die Chancenverwertung gegen eine gute Keeperin der Einheimischen. So vergaben die Gäste auch ihre vier Siebenmeter. Zwönitz lief von Beginn an einem Rückstand hinterher. Der betrug mehrmals nur zwei Tore, aber der Anschluss gelang nie.

Zwönitz: Wolf, Ballerstedt; Mosel (4), M. Kaulfuß (3), Kreher (2), Haunschild (3), Riedel, L. Kaulfuß (3), Hartenstein (2), Viehweger (1), Lisa Thierfelder. (bral)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...