Aufsteiger belohnt sich erstmals für seine Leistung

Im vierten Anlauf haben die Marienberger Kicker ihren ersten Landesliga-Sieg gefeiert. Dabei konnte der FSV Motor schon früh die Weichen stellen.

Marienberg.

Obwohl den Fußballern des FSV Motor Marienberg in den ersten drei Landesliga-Partien nur ein Punkt gelungen war, sind sie im Spiel gegen den FSV 1990 Neusalza-Spremberg von der ersten Sekunde an selbstbewusst aufgetreten. "Die Jungs haben sich von den Ergebnissen nicht verunsichern lassen", sagt Trainer Ronny Rother, der sich dann auch früh über einen feinen Pass von Dirk Ruttloff freuen durfte. Bereits in der dritten Minute schickte er Kevin Werner auf die Reise, der aus gut zehn Metern überlegt abschloss und die Gastgeber so auf die Siegerstraße brachte.

"Diesmal sind wir in Führung gegangen. So lässt es sich ganz anders spielen", nennt Rother den Unterschied zu den vorherigen Partien. Überrascht war der Coach nicht, da sich sein Team auch in den vergangenen Wochen viel im Training erarbeitet hatte. Allerdings spiegelten sich die Bemühungen auf dem Rasen dann meist nicht in den erhofften Zahlen wider. Am Samstag schon, wobei Marienberg zunächst gute Chancen hatte, die Führung auszubauen. Der Gäste-Keeper, fehlendes Zielvermögen und eine knappe Abseitsstellung verhinderten jedoch weitere Motor-Tore.

Ab der 30. Minute drohte die Partie dann zu kippen, wie auch Rother eingestehen muss. "Da gewann der Gegner die Oberhand. Neusalza-Spremberg hat den Ball gut laufen lassen, war aber wieder nicht konsequent genug", sagt der Coach, der sich in seinen Eindrücken der Vorwoche bestätigt sah. Da hatte das Team aus dem Süden von Bautzen trotz gefühlt 80 Prozent Ballbesitz 0:2 gegen Lößnitz verloren. Und auch diesmal sollte es so kommen, woran Motor-Keeper Toni Grabowski großen Anteil hatte. Gut zehn Minuten nach der Pause war er bei einer Doppelchance zur Stelle.

Im weiteren Verlauf konnte der FSV Motor die Partie wieder ausgeglichen gestalten. "Wir haben es mit einer guten Mischung aus überlegten Pässen und langen Bällen versucht, damit sich der Gegner nicht so gut darauf einstellen konnte", nennt Rother sein Rezept, das in der 83. Minute endgültig aufging. Da brauchte Joker Kai Hamann nach einer gelungenen Kombination nur noch den Fuß hinzuhalten, um den lang ersehnten ersten Landesliga-Sieg der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach zu bringen. Laut Rother war der aufgrund der Mehrzahl an klaren Chancen verdient und hätte sogar höher ausfallen müssen. Nach einem aus seiner Sicht elfmeterreifen Foul an Maximilian Schreiter blieb der Pfiff allerdings aus.

Marienberg: Grabowski; Rösch, Richter, Bauer, Schröter (85. Otto), Ruttloff (62. Hamann), Fischer, Gottschalk, Flade, Werner (69. Schreiter), Gerlach; SR: Gärtner (Dresden); Z: 181; T:1:0 Werner (3.), 2:0 Hamann (83.)

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