Aufsteiger macht den Traumstart perfekt

Mit sieben Punkten aus drei Spielen rangieren die Olbernhauer Fußballer auf Rang 3 der Landesklasse West. Grund dafür war ein starker Auftritt beim amtierenden Vizemeister.

Marienberg.

Von Statistiken lassen sich die SVO-Kicker nicht beeindrucken. Der zweite Platz, den die SG Handwerk Rabenstein im Vorjahr in der Landesklasse West belegte, störte die mutigen Gäste ebenso wenig wie die weiße Heim-Weste des Gegners. Nach einer kompletten Saison ohne Niederlage im eigenen Stadion beendeten die Olbernhauer gestern mit 2:1 die Handwerk-Serie. Während Gelenau weiter auf einen Dreier warten muss, wurde zeitgleich auch in Marienberg gejubelt.

FSV Motor Marienberg gegen SV Tanne Thalheim 3:0 (1:0). Vor allem in der ersten Halbzeit erlebte das Publikum eine Partie auf mäßigem Niveau. Obwohl sich die Gastgeber nach dem Seitenwechsel etwas steigerten, fiel das Fazit ihres Trainers - trotz der drei Punkte - relativ nüchtern aus. "Der Gegner war nicht der stärkste. Es war kein gutes Spiel, das wir heute gewonnen haben", blieb Patrick Schmidt realistisch, obwohl drei Tore gelangen. Am Ende hätten es sogar mehr werden müssen. Doch dass die Marienberger selbst in aussichtsreichsten Positionen scheiterten, passte laut Schmidt zu diesem Erzgebirgsderby: "Wir waren überlegen, aber nicht wirklich gut." Zunächst sah es auch nicht nach einem Heimsieg aus, da Fischer mit einem Elfmeter am Tanne-Torhüter scheiterte (7.). Mit seinem Kopfballtor nach einem Eckball sorgte Schröter dann aber doch für einen der wenigen Höhepunkte im ersten Spielabschnitt. "Wir waren zu fahrlässig. Der Biss hat gefehlt", beschreibt der Motor-Coach den Auftritt seiner Schützlinge, die nach seiner Kabinenpredigt agiler wurden. Bei ihren Toren profitierten die Gastgeber von Fehlern des Gäste-Keepers, der wie seine Kollegen nicht den besten Tag erwischt hatte.

Marienberg: Schleinitz; Werner, Richter (81. Wächtler), Bauer, Schröter, Neubauer, Fischer (71. Günther), Gottschalk, Simon (55. Otto), Wagner, Hamann; SR: Blödel (Mühlau); Z: 117; T: 1:0 Schröter (16.), 2:0 Neubauer (52.), 3:0 Hamann (68.).

SG Handwerk Rabenstein gegen SV Olbernhau 1:2 (0:1). Nach einer dramatischen Schlussphase, in der die Gäste den Sieg über die Zeit retteten, räumte ihr Trainer ein: "Sicherlich hatten wir auch das nötige Glück." Umgehend fügte Steve Dieske noch an: "Dieses Glück haben wir uns aber auch erarbeitet." Damit spielte der SVO-Coach auf den überaus mutigen Auftritt seiner Elf an, die sich beim Vizemeister als ebenbürtiger Gegner präsentierte. Zwei Großchancen wurden in den ersten 45 Minuten auf beiden Seiten gezählt. Der einzige Unterschied war, dass Günther unmittelbar vor dem Pausenpfiff eine der Olbernhauer Gelegenheiten nutzen konnte. Ein langer Einwurf, der bereits dieses 1:0 eingeleitet hatte, ging dann auch dem zweiten Gäste-Tor voraus. Diesmal war es Sensfuß, der sich aus 20 Metern ein Herz fasste und per Dropkick traf. Ein ähnlicher Sonntagsschuss war wenig später auf der Gegenseite zu bewundern, sodass es spannend wurde. "Dass wir gegen so einen Gegner bei diesem Spielstand unter Druck geraten würden, war doch klar", kommentierte Dieske die 20-minütige Abwehrschlacht, die gemeistert wurde.

Olbernhau: Kaden; Brückner, Pasc. Spartmann, Lippmann, Preisler, Winzer (85. Patr. Spartmann), Schäfer, Matz, Sensfuß (80. Göhler), Flade, Günther (90. Meyer); SR: Kosmale (Zwickau); Z: 120; T: 0:1 Günther (45.), 0:2 Sensfuß (55.), 1:2 Lorenz (60.).

SV 1903 Kottengrün gegen BSV Gelenau 3:3 (1:1). "Wir haben zwei Punkte liegen gelassen", ärgerte sich BSV-Trainer Kay Morgenstern über das Remis. Schließlich hatte seine Elf in den ersten 30 Minuten ein regelrechtes Offensivfeuerwerk abgebrannt. Jedoch nur eine der vielen Chancen wurde von Lars Kolditz genutzt. "Wenn es nach 30 Minuten 7:0 für uns steht, braucht sich Kottengrün nicht zu beschweren", so Morgenstern. Sowohl Kapitän Kolditz als auch seine Stürmerkollegen Patrick Kolditz und Ruttloff verpassten es mehrfach, die Führung auszubauen. So kam wie es kommen musste. Die Gastgeber glichen mit ihrem ersten Torschuss zum 1:1 aus. Im zweiten Durchgang wurde es deutlich ruppiger. Der BSV kam aus dem Rhythmus und kassierte sogar das 1:2. "In dem Moment haben wir Charakter bewiesen und sind gut ins Spiel zurückgekommen. Das rechne ich den Jungs hoch an. Leider haben wir das 3:2 nicht über die Runden gebracht", so Morgenstern. (mit grb)

Gelenau: Voigt; Walczak, Köhler, Hartwig, P. Kolditz, Ney, L. Kolditz, Viererbe, Ruttloff (83. Singer), Kopitzke, Kutzke; SR: Rückert (Zwickau); Z: 63; T: 0:1 L. Kolditz (5.), 1:1 Warmbier (28.), 2:1 Wiegand (66.), 2:2 Ruttloff (69.), 2:3 P. Kolditz (74.), 3:3 Wiegand (82.).

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...