Aufsteiger Sosa sorgt weiter für Furore

Fußball, Erzgebirgsliga: FSV bezwingt Großrückerswalde - Nächste Klatsche für den BSV Gelenau

Annaberg-Buchholz.

Während die Thalheimer Tannen weiter ihre Kreise an der Spitze der Erzgebirgsliga ziehen, sorgt der Aufsteiger aus Sosa weiter für Furore und klettert auf den zweiten Rang. Im Tabellenkeller kassiert der Absteiger aus Gelenau eine weitere böse Klatsche, während das Schlusslicht aus Bermsgrün den ersten Punkt auf fremdem Platz holt.

VfB Annaberg - SV Deutschneudorf 2:2 (0:2): Trotz eines 0:2-Rückstands zur Pause hat der VfB Annaberg zumindest noch einen Punkt gegen den SV Deutschneudorf geholt. "Und der ist ganz wichtig für die Moral", sagte VfB-Coach Daniel Mannsfeld. "Eigentlich bist du zur Halbzeit schon tot." Matej Ruzicka und Jakub Uhlir sorgten nach jeweils individuellen Fehlern der Annaberger Abwehr mit einem Doppelschlag für lange Gesichter bei den Kreisstädtern. Der frühe Anschlusstreffer nach Wiederanpfiff sei das richtige Signal gewesen, sagte der Annaberger Trainer weiter. "Kämpferisch war es eine starke Leistung. Da hat jeder für jeden geackert. Schade, dass es nicht sogar für mehr gereicht hat." Das Remis sei aber gerecht, so Mannsfeld.

FSV Schwarzenberg - Oelsnitzer FC 0:0: Keine Tore bekamen die rund 80 Zuschauer auf der Schwarzenberger Ritter-Georg-Sportstätte zu sehen. Das Remis an sich sei aber den Spielanteilen angemessen, so OFC-Trainer Jan Heuschkel. "Eine ausgeglichene Partie, bei der wir vor allem defensiv richtig gut standen." Zwar sei die Leistung in der Offensive nicht die beste gewesen, so Heuschkel. "Aber wir nehmen jeden Punkt für den Klassenerhalt gerne mit." Verdient habe sich seine Elf den Zähler dadurch, dass sie die taktischen Vorgaben in der Abwehr gut umgesetzt und so den FSV-Stürmern um Torjäger Gaga Dolidze nur wenig Raum zugestand. "Ziel erfüllt also", so Heuschkel.

FSV Sosa - SV Großrückerswalde 3:2 (1:1): Der Wahnsinn des FSV Sosa geht weiter. Gegen den SV Großrückerswalde feierte der Aufsteiger bereits den sechsten Sieg im siebten Spiel und hat damit die Punktevorgabe, die man sich vor der Spielzeit gestellt hatte, bereits jetzt erreicht. "Der Sieg geht in Ordnung, auch wenn die Partie recht ausgeglichen war", so der FSV-Trainer Christian Unger. Aufgrund des personellen Engpasses, mit dem die Sosaer aktuell kämpfen, sei die Leistung der Mannschaft nicht hoch genug einzuschätzen. "Auch, dass wir trotz des Rückstandes Moral gezeigt und das Spiel noch gedreht haben, verdient Respekt", so Unger.

SV Crottendorf - SV Eintracht Bermsgrün 2:2 (1:1): Als "zwei verlorene Punkte" bezeichnete Crottendorfs Trainer René Lüttcher das 2:2 gegen das Schlusslicht aus Bermsgrün. "Wir hatten selber genug Möglichkeiten, mehr Tore zu erzielen. Nur nutzen wir die einfach nicht", so Lüttcher. Trotz dass seine Elf rund 55 Minuten aufgrund eines Platzverweises in Unterzahl spielen musste, habe man das Spiel bestimmt. "Aber aktuell fehlt vorne das Glück. Und hinten machen wir den Gegner durch eigene Fehler wieder stark." In einer zerfahrenen Partie, die von vielen Unterbrechungen geprägt war, habe es sein Team am Ende selbst in der Hand gehabt, die drei Punkte einzusacken, so Lüttcher. "Die Leistung hat gestimmt, nur das Ergebnis eben leider nicht."

BSV Gelenau - Neustädtler SV 0:7 (0:2): Dunkle Zeiten, in denen der BSV Gelenau wandelt. "Dank" der sieben Gegentore im Heimspiel gegen den Neustädtler SV, bei dem Kevin Heiden einen Viererpack schnürte, ist der Landesklasse-Absteiger nun mit 28 Gegentreffern die Schießbude der Liga. Spielertrainer Kay Zaffrahn sah an diesem Tag immerhin etwas Positives. "Gut, dass wir jetzt erst einmal eine Pause haben", so der Gelenauer. "Wir nehmen uns jedes Mal viel vor im Training, aber schaffen es einfach nicht, das auch auf den Platz zu übertragen." Kurzfristig seien drei Stammspieler ausgefallen. "Das verkraftet unser eh schon kleiner Kader nur schwer. Es ändert aber auch nichts daran, dass man trotzdem kämpfen und rennen kann. Aber selbst das haben wir heute nicht gezeigt", so Zaffrahn. Man müsse froh sein, dass die Niederlage nicht höher ausgefallen ist. "Das geht einfach nicht, dass nach dem 0:1 schon die Köpfe nach unten gehen und wir uns aufgeben", prangert er vor allem die fehlende Moral an.

FV Drebach/Falkenbach - FSV Burkhardtsdorf 2:0 (1:0): Die Drebacher Krokusse bleiben auf eigenem Platz weiter eine Macht und haben auch das Duell gegen den FSV Burkhardtsdorf für sich entschieden. Gegen den ersatzgeschwächten FSV, der erst am Donnerstag beim SV Neudorf das Weiterkommen im Erzgebirgspokal feiern konnte, gelang dem FV durch Treffer von Jonas Haase und Florian Fritzsch ein 2:0-Erfolg, der angesichts des engen Feldes in der unteren Tabellenhälfte enorm wichtig war. (frgu)


Zahlen & Fakten zur Erzgebirgsliga

FSV Sosa - Großrückerswalde 3:2 (1:1)

SR: Lison (Chemnitz) - Z: 190

Tore: 0:1 Hilbert (24.), 1:1 P. Unger (37./FE), 2:1/3:1 Teubner (52./53.), 3:2 Schuster (63.)

VfB Annaberg - Deutschneudorf 2:2 (0:2)

SR: Gerlach (Krumhermersd.) - Z: 65

Tore: 0:1 Ruzicka (23.), 0:2 Uhlir (24.), 1:2 Breitfeld (47.), 2:2 Wagner (56.)

Drebach/Falkenbach - FSV Burkhardtsdorf 2:0 (1:0)

SR: Sadowski (Schneeberg) - Z: 107

Tore: 1:0 Haase (28.), 2:0 Fritzsch (73.)

BSV Gelenau - Neustädtler SV 0:7 (0:2)

SR: Schulz (Crottendorf) - Z: 65

Tore: 0:1 D. Heiden (6.), 0:2 K. Heiden (42.), 0:3/0:4 Otto (46./48.), 0:5/0:6/0:7 K. Heiden (62./66./82.)

Crottendorf - Bermsgrün 2:2 (1:1)

SR: Stiller (Oberlungwitz) - Z: 65

Tore: 1:0 Süß (21.), 1:1 Nestler (34.), 2:1 Walde (60.), 2:2 Franke (62.)

Gelb-Rot: Crottendorf (40.)

Schwarzenberg - Oelsnitz 0:0

SR: Sumpf (Schneeberg) - Z: 80

Tore: Fehlanzeige

1.Tanne Thalheim (A)728:821

2.Sosa (N)726:1618

3.Auerhammer716:716

4.Oelsnitz715:1013

5.Schwarzenberg711:1111

6.Deutschn. (N)716:1610

7.Drebach/F.717:149

8.Neustädtel718:209

9.Annaberg 09 (A)718:177

10.Großrückerswalde714:197

11.Burkhardtsdorf710:146

12.BSV Gelenau (A)79:286

13.Crottendorf713:155

14.Bermsgrün79:254

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