Auftakt verläuft vielversprechend

Beim Saisonstart der Skilangläufer in Slowenien haben die Athleten des WSC Erzgebirge ihre Vorgaben erreicht. Aber es gibt Potenzial nach oben.

Oberwiesenthal.

Die Ziele sind erreicht worden, so richtig rund lief manches aus Sicht des WSC Erzgebirge Oberwiesenthal aber noch nicht. Als "ordentlichen Auftakt" beschreibt Stützpunkttrainer Lars Lehmann deshalb die Auftritte seiner Schützlinge beim Continental-Cup in Pokljuka.

Auf der Kunstschneeloipe im Nordwesten Sloweniens überzeugte vor allem Jessica Löschke mit starken Resultaten. Die 19-Jährige erreichte am Samstag im Sprint über 1,2 Kilometer den zweiten Platz und musste sich der Italienerin Nicole Monsorno im Zielfotoentscheid geschlagen geben. Dritte wurde Lisa Lohmann aus Oberhof, die gegenüber der Oberwiesenthalerin ebenfalls nur knapp das Nachsehen hatte. "Für Jessica war es die erste internationale Standortbestimmung in dieser Saison", so Lehmann. "Dabei hat sie sich wacker geschlagen." Beim Skating auf der zweimal zu bewältigenden 2,5 Kilometer langen Strecke wurde sie einen Tag später mit knapp 31 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Amelie Hofmann Zehnte. "Am Sonntag lief es bei ihr körperlich von Anfang an zäh. Das ist aber nicht ungewöhnlich."

Weniger positiv fiel das Ergebnis am Wochenende für Valentin Mättig aus. Der gebürtige Zittauer belegte im Sprint lediglich Platz 37. Dafür landete er über die 15 Kilometer am Sonntag auf Rang 3, was zudem die Qualifikation für den Weltcup in Davos am kommenden Wochenende bedeutete. "Das war unser und auch sein Ziel", so Lehmann. "Valentin reist daher direkt von Pokljuka nach Davos weiter." Für den 29-Jährigen sei die Qualifikation vor allem wichtig, um sich in Davos zu präsentieren, sagt der Trainer. "Er hat die Möglichkeit, den Anschluss an die erste Mannschaft wieder herzustellen." Nach seinem guten Prolog, in dem er den 10. Platz erreichte, war für Richard Leupold im Viertelfinale Endstation. "Er schied leider sehr knapp aus und wurde am Ende 14. im Sprint", so Lehmann, der mit der Leistung des 22-Jährigen aber dennoch zufrieden ist. "Er hat sich vernünftig bewegt und im Sprint war etwas Pech dabei. Er lieferte ein starkes Rennen ab und kämpfte bis zum Schluss um den Sieg mit." Im Distanzrennen über 15 Kilometer gelang Leupold Platz 27.

Enttäuschung machte sich dagegen bei Philipp Unger breit. Im Sprint wurde er nur 53., über die 15-Kilometer-Distanz sogar nur 58. - ein Ergebnis, mit dem weder er noch sein Trainer zufrieden ist. "Klar sind die Ergebnisse unbefriedigend", so Lehmann, der aber zugleich einschränkt: "Philipp hat sich nicht schlecht präsentiert und ist nicht so weit weg, wie es die reinen Platzierungen vermuten lassen."

Am kommenden Wochenende sollten eigentlich auch die Wintersportler der Altersklasse U 16 in die neue Saison starten. Der Deutschlandpokal musste jedoch abgesagt werden, so Lehmann. "Wir haben zu wenig Schnee."

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