Auftaktsieg gerät nur kurz in Gefahr

Nach durchwachsener Vorbereitung waren die Zschopauer Handballer mit einem etwas mulmigen Gefühl zum ersten Spiel angetreten. Am Ende durfte aber gejubelt werden.

Zschopau.

Während der gesamten vergangenen Saison haben die Handballer des TSV Zschopau vom unteren Tabellenende auf die Konkurrenz der 1. Bezirksklasse geschaut. Nun wissen sie wieder, wie es sich anfühlt, weit oben zu stehen. Auch wenn dies nur eine Momentaufnahme ist und das Tableau nach dem ersten Spieltag noch keinerlei Aussagekraft besitzt, so war der Jubel und vor allem die Erleichterung beim TSV am Samstagabend deutlich zu spüren. Mit dem 26:24-Heimsieg gegen die MSG Freiberg/ Weißenborn gelang ein optimaler Start ins neue Spieljahr.

"Letzte Saison standen nach insgesamt 20 Spieltagen nur vier Punkte zu Buche. Jetzt haben wir nach dem Auftakt schon die Hälfte davon", freute sich Trainer Michael Fritsch über die starke Leistung seiner Mannschaft. Dabei hatte zunächst noch ein mulmiges Gefühl geherrscht, war doch die Vorbereitung nicht gerade optimal gelaufen. Die mitunter schwache Trainingsbeteiligung spiegelte sich allerdings am Samstag nicht auf dem Spielfeld wider. Der TSV übernahm gegen die Mittelsachsen von Beginn an das Kommando und wahrte nach einer 3:1-Führung stets einen Vorsprung von zwei bis vier Toren.

Nach dem 15:12-Pausenstand wurde es aber wieder enger. Die Gäste kamen auf 17:16 heran und glichen bald darauf zum 18:18 aus. Nun stand die Partie auf der Kippe. "Das schnelle Spiel nach vorn hat uns noch gefehlt", monierte Fritsch, der seinem Team eigentlich Tempo-Handball verordnet hat. Obwohl dieser ausblieb, trafen die Zschopauer von allen Positionen. Sowohl aus dem Rückraum als auch über den Kreis und zudem über die Außen fand der TSV immer wieder eine Lücke und zog somit vorentscheidend auf 24:20 davon.

Im Tor hielt Keeper Toni Mauersberger unter anderem mit zwei parierten Siebenmetern in der Schlussphase den Sieg fest, der den Trainer fast ins Schwärmen brachte. "Für das, was ihr in der Vorbereitung abgeliefert haben, war diese Leistung sensationell", sagt Fritsch, der gleichzeitig aber auch auf die Euphoriebremse tritt. Zur objektiven Einschätzung der Partie am Samstag gehörte auch die Tatsache, dass die Gäste ohne Wechselspieler angetreten waren. "Im Vorfeld hatte Freiberg sogar um eine Verlegung gebeten", berichtet Fritsch, der seinerseits von der Bank personell für frischen Schwung sorgen konnte. Wie weit die Integration der jungen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs schon vorangeschritten ist, wird sich erst nach den kommenden Partien realistisch einschätzen lassen.

Zschopau: Wirth/Mauersberger; Zenker (7), Drechsler (3), Frohs (2), Jähn (1), Mayerhofer (11), Hofmann (1), Heidenreich, Mehnert, Spieler (1), Zietzsch

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