Auftaktsieger darf erneut jubeln

Im zweiten Lauf des sächsischen Enduro- Jugend-Cups ist die Bilanz des ORC Hilmersdorf durchwachsen ausgefallen. Ein Starter zeigte jedoch wieder mal sein Können.

Großlöbichau/Hilmersdorf.

Der Wettergott hatte nach der Schlammschlacht der Vorwoche ein Einsehen mit den Teilnehmern des ADAC-Sachsen-Enduro-Jugend-Cups. So wurden die knapp 50 Teilnehmer, darunter sieben junge Damen, im malerischen Gembdental bei Jena mit Sonnenschein begrüßt. Als am Morgen die beiden Schülerklassen bis 50 und 65 ccm auf die bestens vorbereitete Runde gingen, lag aber noch nächtlicher Tau auf der Strecke, sodass beim zweiten Saisonlauf dennoch Vorsicht geboten war.

"Durch die Feuchtigkeit war es zu Beginn noch ein wenig rutschig. Da musste man sehr aufpassen, vor allem im Wald bei den vielen Wurzeln. Einmal wäre ich sogar fast abgeflogen", berichtet Lenny Reimer, der sich im weiteren Rennverlauf bestens auf die Bedingungen einstellte. Von Beginn an zog der seit diesem Jahr für den MC Flöha startende Krumhermersdorfer sauber seine Kreise. Dabei baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus, wenngleich sein ärgster Verfolger nicht locker ließ. "Am Ende musste ich Lenny noch einmal ein wenig Dampf machen", lacht Vater Nico, dessen Sohn mit der schnellsten Prüfungszeit des Tages in seiner Klasse dann die passende Antwort gab. Damit war für Lenny der zweite Saisonsieg nach Hilmersdorf perfekt. "Es war eine super Strecke und es hat extrem viel Spaß gemacht", sagt der Youngster, der sich nach seiner Zielankunft rasch aufs Mountainbike schwang, um das Treiben der Großen zu verfolgen.

Die Fahrer der stärkeren Kategorien gingen direkt im Anschluss auf die Runde, welche für die Jugendklassen bis 125 sowie 85 ccm A und B in Länge und Schwierigkeitsgrad nun deutlich erweitert wurde. Der ausrichtende MSTC Gembdental bot alles, was das Enduro-Herz begehrt - inklusive selektiver Auf- und Abfahrten im Wald, die bei den Fahrern gut ankamen. "Das war wirklich eine richtig tolle Strecke", zollt auch Christoph Seifert vom ORC Hilmersdorf dem Veranstalter große Anerkennung, wenngleich er mit dem Abschneiden seiner Schützlinge nicht ganz zufrieden war. "Einige sind wirklich stark gefahren, andere blieben jedoch leider etwas hinter den Erwartungen zurück", resümiert der Trainer. So sorgte letztlich Kenny Riedel als Zweiter der Jugend-Klasse 125 für das beste Resultat aus ORC-Sicht. Für weitere Podestplatzierungen sorgten Richard Groß und Sina Dehne. "Ich wollte gewinnen, von daher bin ich schon sehr enttäuscht. Auf den Geraden war ich viel zu zaghaft am Gas", sagt die drittplatzierte Großolbersdorferin, die sich den Abschluss der diesjährigen, stark verkürzten Saison anders vorgestellt hatte.


Ergebnisse

50 ccm: 3. Richard Groß (Chemnitz/ORC); 65 ccm: 1. Lenny Reimer (Krumhermersdorf); 85 ccm B: 7. Maris Jonat (Grünhainichen/ ORC); 85 ccm A: 4. Sky Dombrowski (Marienberg/ORC); 125 ccm: 2. Kenny Riedel (Zwönitz/ORC), 5. Jeremy Göthel (Niederwiesa/ ORC), 6. Leon Schott (Großrückerswalde/ ORC), 11. Sina Dehne (Großolbersdorf/ORC); Ladies: 3. Sina Dehne (Großolbersdorf/ORC)

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