Außenseiter treten mit Chancen an

Fußball: Finalisten der Pokalwettbewerbe gesucht

Burkhardtsdorf.

Während der Ligabetrieb im Erzgebirgsfußball durch die Corona-Pandemie abgebrochen werden musste, ist durch die Lockerungen zumindest das Austragen der Pokalwettbewerbe noch möglich. Am Sonntag werden ab 14 Uhr die Finalisten ermittelt, deren Endspiele am 4. Juli ausgetragen werden.

Im Erzgebirgspokal kommt es zu einem Duell der Erzgebirgsligisten in Burkhardtsdorf, wo der heimische FSV den VfB Annaberg empfängt. In der Liga trafen beide Teams nur einmal aufeinander, die Burkhardtsdorfer behielten im September 2:1 die Oberhand. Ullrich Schreiter, der Trainer der Burkhardtsdorfer, ist optimistisch: "Wir haben gut und hart trainiert, wollen ins Endspiel." Eine Vorhersage fällt durch die lange Pause aber schwer, betont auch Willy Beckert, der Vorsitzende des VfB: "Wir werden alle erst sehen, wo wir stehen."

Für Aufregung und Diskussionen sorgte die Nachricht, dass Trainer Daniel Mannsfeld bereits jetzt seinen Posten räumen musste und auch Rico Offenderlein, Christoph Meyer und Kilian Gerlach nicht auflaufen. "Wir haben für uns entschieden, die ,Nach-Corona-Elf' jetzt in Vorbereitung auf die neue Saison auflaufen zu lassen", so Beckert. "Tobias Moritz hat das Training mit einem schon veränderten Team übernommen." Ziel ist trotzdem das Finale, das am 4. Juli ab 16.30 Uhr in Ehrenfriedersdorf ausgetragen wird.

Dort wollen auch zwei andere antreten, die sich in Lößnitz gegenüberstehen. Die Gastgeber-Reserve als Kreisligist ist nur Außenseiter gegen den SV Auerhammer. Eine Rolle, die SVA-Trainer Mike Martin aber nur ungern annimmt: "Ich erwarte ein ausgeglichenes Spiel. Es ist für uns eine Art Wundertüte, da Lößnitz eine gute Truppe hat und wir nicht wissen, wer aus der Ersten mitspielt." Das Ziel sei trotz allem das Finale, so der Auer Trainer. "Wir freuen uns auf die Partie, hatten deshalb gute Motivation für das Training." Josef Hutschenreuther, Trainer des FCL II, sieht seine Elf dagegen klar in der Rolle des Davids, auch wegen diverser Verletzter: "Aber wir haben uns vorgenommen, Goliath so lange wie möglich zu ärgern." Er erwartet ein rassiges Duell auf dem Rasen in Lößnitz, zumal sich viele der Beteiligten persönlich kennen.

Auch im Kampf um den Kreisklassen-Pokal werden die Finalteilnehmer am Sonntag ab 14 Uhr ermittelt. Der ESV Zschorlau trifft zuhause auf Neustädtel II und hat die Chance, das Endspiel auf eigenem Platz zu erreichen. Niederwürschnitz empfängt währenddessen Thalheim II. Das Finale steigt am 4. Juli ab 14 Uhr in Zschorlau.

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