Bedingt abwehrbereit

Der Handball-Sachsenpokal wird ohne die Teams aus Zwönitz fortgesetzt. Sowohl Männer als auch Frauen hatten in der ersten Runde wenig zu bestellen.

Zwönitz.

Die Auslosung ließ bereits nichts Gutes erahnen. Statt gegen unterklassige Gegner mussten die Handballer des Zwönitzer HSV in der ersten Runde des Sachsenpokals gegen Teams aus der eigenen Spielklasse ran. Das Resultat: Sowohl die Männer als auch die Frauen mussten verdient die Segel streichen.

Dabei zeigten die HSV-Herren beim 24:31 in Zwenkau durchaus eine engagierte Leistung. Gegen die Rand-Leipziger, die die vergangenen beiden Ligavergleiche für sich entschieden, fanden die Erzgebirger gut ins Spiel und führten nach zehn Minuten mit 3:2. Bedingt durch einige Abstimmungsprobleme, wendete sich das Blatt dann aber rasch. Der Tabellenvierte der vergangenen Saison baute seine Führung bis auf 15:9 aus, bevor die Gäste bis zur Halbzeitsirene wieder auf vier Tore herankamen (11:15). Als die Zwönitzer kurz nach dem Seitenwechsel das 13:15 erzielten, schien sogar eine Überraschung möglich. Doch der Anschluss klappte nicht - stattdessen drückten nun die Gastgeber wieder aufs Gaspedal. Der Vorsprung pegelte sich bis zur 52. Minute bei drei bis vier Toren ein - HSV-Trainer Bill Hofmann probierte in dieser Phase viel aus, nutzte die Pokalpartie zum Test verschiedener Konstellationen für die Saison. Erst in den Schlussminuten schraubten die Zwenkauer das Ergebnis dann doch noch in die Höhe. "Alles in allem bin ich mit unserem Auftreten nicht unzufrieden. Wenn wir die erste Garde auf dem Feld hatten, waren wir ebenbürtig", sagte Hofmann. Defensiv gebe es allerdings noch reichlich Raum für Verbesserungen.

Auch die Frauen bekamen schon einmal einen Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit in der Verbandsliga. Der künftige Konkurrent, die AAC Amazonen aus Leipzig, ließen am Sonntag keinen Zweifel daran, dass sie als Aufsteiger höhere Ambitionen hegen, als nur die Klasse zu halten. Mit 37:23 demontierten sie die Zwönitzerinnen, die es zumindest in der Anfangsphase halbwegs schafften, dagegenzuhalten. Nach einem frühen 1:3-Rückstand schaffte Melina Seidel in der 12. Minute per Strafwurf den 6:6-Ausgleich.

Konnte sich in den folgenden zehn Minuten keine Mannschaft einen Vorteil erspielen, so brach es acht Minuten vor der Pause dann über die Zwönitzerinnen herein. Beinahe mühelos zogen die Amazonen von 12:12 auf 22:12 davon. "Diese acht Minuten gehen nicht in Ordnung. Da haben wir zu viele einfache Fehler gemacht und den Gegner auf die Siegerstraße gebracht", so Trainer Steven Szpetecki. Im zweiten Durchgang rissen sich seine Schützlinge dann jedoch am Riemen und versuchten, die sich anbahnende Pleite im Rahmen zu halten. Einige schöne Spielzüge konnten aber nicht verhindern, dass die Gäste den Vorsprung bis zum Schluss sogar noch ausbauten. "Man hat heute gesehen, dass die Leipzigerinnen sehr schönen und effektiven Handball spielen", so Szpetecki. Das, so resümierte der Coach, müsse man neidlos anerkennen.

Statistik Männer: Kerner, Treuter, Baumgarten; Brecko (7), Anger (2), Fritsch (2), Becher (1), Müller (1), Göthel, Miler (3/1), Schlömer, Küntzel (2/1), Treitschke (1), Löbner (5/3); Frauen: Wolf, Wetzel, Müller; Haunschild (5), Riedel (3), Sarah Schmiedel (1), Jana Schmiedel, Hartenstein (1), Seidel (6/4), Lea Thierfelder, Viehweger (5), Lisa Thierfelder (2)

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