Das Erfolgsmärchen geht weiter

Nach einer dominanten Saison in der Landesklasse stellen die Fußballer aus Olbernhau nun auch eine Etage höher ihre Klasse unter Beweis. Allerdings gab es beim gestrigen Auftakt zunächst eine schwierige Phase zu überstehen.

Olbernhau.

Als sich die erste Halbzeit im Olbernhauer Fußballstadion gestern dem Ende neigte, drohte den Olbernhauer Fußballern ein Fehlstart in die Landesliga-Saison. 0:1 lag der Aufsteiger gegen den VfB Empor Glauchau zurück, weil die Gäste in der neunten Minute einen Fehlpass der Erzgebirger mit einem blitzsauberen Konter bestraft hatten. Es war nicht die einzige Szene, in der den Hausherren eine gewisse Unsicherheit anzumerken war. "An die Schnelligkeit und die Zweikampfhärte dieser Liga müssen wir uns erst noch gewöhnen", räumt Steve Dieske ein. Dass der SVO-Trainer am Ende des Tages dennoch von einem "grandiosen Saisonstart" sprechen konnte, hatte viel mit der Nachspielzeit der ersten Hälfte zu tun.

Drei Minuten extra hatte der Referee angezeigt - und in der ersten davon verwertete Clemens Prasser eine Freistoßflanke am langen Pfosten zum 1:1. Doch damit nicht genug: In der dritten Minute der Nachspielzeit stand Steve Müller nach einem weiten Einwurf goldrichtig und brachte den Neuling sogar in Führung. Jetzt waren die 340 SVO-Fans endgültig aus dem Häuschen. "Das ist natürlich eine tolle Kulisse, die auch mal den einen oder anderen Gäste-Spieler beeindruckt", lobte Dieske das Publikum, das seinem Team auch in der schwierigen Anfangsphase geholfen hatte. Trotz einiger Fehler wurde weiterhin lautstark angefeuert. Und schon da glaubte der Olbernhauer Trainer an die Wende, denn "wir hatten auch drei gute Tormöglichkeiten".

Hatte sich die Chancenverwertung in der Saisonvorbereitung noch als große Schwäche der Olbernhauer herauskristallisiert, so überzeugten sie gestern in der zweiten Halbzeit mit Effektivität. Keine drei Minuten waren gespielt, als wieder Müller zuschlug. Diesmal traf er flach ins lange Eck - und die Gäste mitten ins Herz. "Jetzt hatten wir das Momentum auf unserer Seite. Es kam zu einem Bruch im Glauchauer Spiel", sagt Dieske, der fortan gefühlte 70 Prozent Ballbesitz für sein Team verzeichnete. Die SVO-Kicker ließen den Ball nicht nur laufen, sondern brachten ihn auch immer wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum. So erhöhten Stephan Schäfer nach schöner Einzelleistung und Jakub Uhlir per Kopf auf 5:1, ehe ein Eigentor der Gäste den Schlusspunkt zum 6:1 darstellte. Ein klarer Sieg, der Dieske zum Jubeln bringt, aber nicht in Euphorie verfallen lässt. "Wir haben dem Gegner nach der Pause kaum Luft zum Atmen gelassen. Gleichzeitig haben wir aber auch gesehen, was es in dieser Liga braucht: nämlich Intensität und Leidenschaft." Auf der geschlossenen Teamleistung lasse sich auf jeden Fall aufbauen.

Olbernhau: Geiger; Preißler (72. Lippmann), Patr. Spartmann, Prasser, Miersch, Müller, Gottschalk, Sensfuß, Schuster (75. Siegert), Schäfer, Uhlir (86. Domke); SR: Pirogov (Görlitz); Z: 340; T: 0:1 Hölzel (9.), 1:1 Prasser (45.+1), 2:1/3:1 Müller (45.+3/47.), 4:1 Schuster (55.), 5:1 Uhlir (59.), 6:1 Pfau (90./ET)

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