Debütanten machen ein Fass auf

Gute Stimmung und kühle Sachpreise gab es für die Tischtennisspieler bei der 6. Auflage des Ronny-Lohse-Gedenkturniers. Die Podestplätze überließ der SSV Zschopau den Gästen.

Zschopau.

Freunde des 2013 verstorbenen Ronny Lohse wissen, dass der ehemalige Sportler des SSV Zschopau nicht nur an der Tischtennisplatte, sondern auch beim Basketball oder als Zauberer auf der Bühne so manchen Trick im Repertoire hatte. Bei der 6. Auflage des Gedenkturniers zu seinen Ehren kamen am Samstag 28 Tischtennis-Teams mit je zwei Spielern in der aufgeheizten Turnhalle der Nexö-Schule ordentlich ins Schwitzen.

Die meisten trick- und erfolgreichen Schläge gelangen einem Duo, das erstmals dabei war. Kurz nach 18 Uhr nahmen Manuel Jacob und Lars Zirngibl vom TTV Burgstädt den Pokal für den ersten Platz im A-Turnier und die Sachpreise, darunter ein großes Bierfass, freudig entgegen. Sie verwiesen ihren Vereinskollegen Ivo Wunderlich und Steffen Schreiter vom TSV Elektronik Gornsdorf auf Rang 2. Den Bronze-Platz belegten mit Stefan Meiner und Bernd Buschmann ebenfalls TSV-Akteure.

"Wir sind zum ersten Mal dabei und es hat gleich hingehauen. Danke an den SSV Zschopau für das toll organisierte Turnier", so Jacob, der sonst mit seinem Kollegen in der Oberliga aufläuft. Für die Elektroniker bilanzierte Stefan Meiner: "Ich komme direkt aus der Sommer-Trainingspause. Da ist Platz 3 aus der Kalten ganz okay." Zumal er den Veteranen Bernd Buschmann erst einen Tag zuvor zum Mitmachen überredete. Es war die erste Teilnahme für den ehemaligen DDR-Mannschaftsmeister. Meiner dagegen ist Stammgast.

Im B-Turnier gewannen Peter Lippmann und David Voll von der SG Aufbau Chemnitz. Selbst ein Umknicken mit dem Fuß konnte die späteren Sieger im Finale nicht stoppen. Milan Votava und Tommy Engelhardt vom TTC Lugau wurden Zweite, Platz 3 erkämpften sich Heiko Fleischer und Philipp Krauß vom TSV 1872 Pobershau. Engelhardt, der für Lugau II in der Landesliga an der Platte steht, war mit Silber nicht ganz zufrieden: "Wir hätten es auch in die Gruppe A schaffen müssen." Auch weil er und sein Partner im Verlauf des Tages zweimal den entscheidenden fünften Satz mit 9:11 abgaben, sei ihre zweite Teilnahme am Gedenkturnier nicht ganz nach Wunsch verlaufen.

Der SSV-Vereinsvorsitzende Steve Rothe sah ebenfalls Luft nach oben: "Die Zuschauerzahlen waren okay. Der Termin parallel zum Motorrad-Rennwochenende auf dem Sachsenring hat aber bestimmt ein paar Leute bei uns abgezogen." Leider sei auch für ihn, der zusammen mit Patrick Latiszew antrat, im Achtelfinale Endstation gewesen. "Aber ich denke, alle die heute da waren, hatten Spaß. Das ist am Ende ja das Wichtigste", so Rothe, der als Jugendspieler noch von Ronny Lohse trainiert wurde. "Ronny hat mir den einen oder anderen Kniff beigebracht und wir versuchen, dieses Turnier als ein Sommer-Highlight in der Region zu etablieren."

Der Turnierleiter der Zschopauer, Veikko Bartsch, rückte selbst bis ins Viertelfinale vor. "So schlecht ist das mit dem zeitigen Ausscheiden bei einem eigenen Wettkampf gar nicht, schließlich hat man als Ausrichter auch so genug zu tun", sagte der SSV-Spieler. Viele aus dem Verein standen ihm aber hilfreich zur Seite. Bei der Erstauflage ist allein für das Holen und Aufstellen der Tische aus der Bergschule fast ein halber Tag draufgegangen. "Dank der gewachsenen Unterstützung hatten wir es dieses Mal in zwei Stunden erledigt. Dafür hätten es in der Halle ruhig zwei, drei Grad weniger sein können," so Bartsch.

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