Den Meister ins Straucheln gebracht

Zum Auftakt der neuen Sachsenliga-Saison haben die Handballerinnen aus Marienberg gute Ansätze gezeigt. Zu einer Überraschung reichte es am Samstag allerdings nicht.

Marienberg.

Den Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg ist der Start in die neue Sachsenliga-Saison missglückt. Die neu formierte Mannschaft musste sich dem amtierenden Sachsenmeister HSG Neudorf/Döbeln nach großem Kampf mit 24:27 geschlagen geben. Vor Spielbeginn hatte es aber dennoch Grund zur Freude gegeben, denn da erhielten die HSV-Spielerinnen vom Vorsitzenden der Bezirksspielleitung, Gottfried Schüller, ihre Bronzemedaillen für Platz 3 in der vergangenen Serie. Ioana Anna-Maria Pocris wurde zudem mit einem kleinen Pokal als Torschützenbeste der Sachsenliga ausgezeichnet.

Die Ehrungen schienen die HSV-Damen zu beflügeln, denn nach ausgeglichenem Beginn trumpften sie groß auf und gingen trotz vier vergebener Siebenmeter mit 6:3 in Führung. Dass sich auch die Trefferquote der Gäste in Grenzen hielt, lag an den vielen Paraden der neuen Marienberger Torhüterin Nadine Werner. Sie trug dazu bei, dass die Gastgeberinnen sechs Minuten vor der Pause sogar mit 10:5 vorn lagen. Der Meister strauchelte dabei enorm, fiel allerdings nicht.

"Wir hatten den Favoriten bis dahin gut im Griff. Leider haben wir aber sehr unkonzentriert gespielt, gute Torchancen vergeben und unsere Angriffe viel zu schnell abgeschlossen", ärgerte sich Trainer Stefan Süßmilch über den 10:10-Ausgleich, der mit dem Pausenpfiff per Siebenmeter fiel. Dieser Nackenschlag wirkte sich auf die zweite Halbzeit aus, denn die HSV-Damen konnten nicht mehr an die gute Leistung der ersten 25 Minuten anknüpfen, sondern lagen fortan ständig zurück. Der Meister nutzte die Abspiel-, Wurf- und Abwehrfehler der Bergstädterinnen gnadenlos aus und zog auf 16:12 (39.) davon.

Noch einmal bäumte sich der HSV auf und kam beim 18:19 (47.) nah heran. Allerdings hatte Neudorf/Döbeln die passende Antwort parat (24:19). Mit dem 27:21 fiel vier Minuten vor Schluss die endgültige Entscheidung. Positiv war, dass sich die Marienbergerinnen nicht aufgaben, sondern ihnen noch Ergebniskosmetik gelang. Mit sieben Treffern war Ioana Pocris wieder erfolgreichste HSV-Werferin.

"Unsere Abwehr ist gegen die guten Werferinnen der Gäste nicht richtig herausgetreten und hat sie unbedrängt werfen lassen", nennt Süßmilch einen Grund für die Niederlage. Während der HSV-Coach bei seinen Routiniers die Normalform vermisste, bescheinigte er den jungen Spielerinnen eine gute Leistung. Auch den Neuzugängen Nadine Werner und Leonie Tinney sei "ein sehr guter Einstand" gelungen.

Marienberg: Werner/Schönherr; Sowa, Gaitzsch (5), Dresel (4), Tippmann-Wendrock, Pocris (7/1), Uhlmann (1), Tinney (2), Mehlhorn (5/3), Schmähling

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