Der Funke Hoffnung glimmt noch

Im Abstiegsgipfel der Tischtennis-Oberliga hat der TSV Elektronik Gornsdorf bei Schlusslicht Burgstädt einen Sieg eingefahren. Der Erfolg war schwer erkämpft.

Gornsdorf.

Da standen sie hinterher und atmeten tief durch. "Du willst und musst unbedingt gewinnen. Und nichts passt zusammen", sagte Chris Lasch. Der Kapitän der Oberliga-Tischtennisspieler des TSV Elektronik Gornsdorf konnte nach dem Auftritt seines Teams beim TTV Burgstädt am Ende aber doch strahlen. Er war die Schlüsselfigur beim hart erkämpften 9:6-Auswärtssieg seines Teams, der die Hoffnungen der Elektroniker auf den Klassenerhalt weiter am Leben hält. Nach vier Stunden Gesamtspielzeit holte Lasch den entscheidenden Zähler.

In den Anfangsdoppeln hatten die Elektroniker die Nase vorn. Tomas Kabelka und Martin Jirasek wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, der Sieg von Martin Merker und Lasch über das Burgstädter Spitzendoppel Daniel Köhler/Lars Zirngibl war schon eher eine Überraschung. Danach allerdings wechselten sich Licht und Schatten ab. Kabelka und Jirasek gelangen standesgemäße Siege, Nachwuchstalent Alister Seltmann setzte sich mit 3:2 gegen Zirngibl durch. Auf der anderen Seite standen Niederlagen von Martin Merker und Lasch, der gegen Ivo Wunderlich überhaupt nicht zurechtkam. Zudem brachte Stefan Meiner eine 10:7-Führung im fünften Durchgang nicht über die Ziellinie.

Auch im zweiten Einzeldurchgang taten sich die Gäste schwer. Zwar fuhr Spitzenmann Kabelka gegen Köhler locker die nächsten Punkte für Gornsdorf ein, dafür musste sich Merker seinem Kontrahenten trotz einer 2:0-Satzführung geschlagen geben. Erst dann, nach dieser Niederlage, schlug das Pendel zugunsten der Elektroniker aus. Jirasek gewann auch sein zweites Einzel, während Stefan Meiner die Fünfsatzniederlage im ersten Durchgang offenbar nicht belastete - mit 3:0 fegte er sein Gegenüber Dirk Schröder von der Platte. Nachdem Alister Seltmann gegen den starken Ivo Wunderlich den Kürzeren zog, gingen die Gäste mit einem 8:6-Vorsprung ins letzte Einzel. Das bedeutete: Ein Sieg dort würde für den Gesamterfolg reichen.

Und Chris Lasch zeigte Nerven, gab gegen Lars Zirngibl die ersten beiden Durchgänge mit 8:11 und 9:11 ab. "Dann habe ich Risiko gespielt und Aufschläge gemacht, die ich im Wettkampf zuvor nicht eingesetzt hatte. Das hat sich glücklicherweise ausgezahlt", sagte der Kapitän. Mit 11:9 holte er sich den dritten Durchgang und behielt auch im vierten und schließlich im fünften knapp mit 14:12 beziehungsweise 12:10 die Oberhand. Hinterher lobte er den Gegner. "Die Begegnung war hart, aber immer fair. Mit Burgstädt verbindet uns ein freundschaftliches Verhältnis." Altmeister Dieter Stöckel lobte unterdessen die Unterstützung von außen. "Von den 60 Zuschauern waren mindestens die Hälfte Elektronik-Fans. Das war am Beifall zu spüren. Eine tolle Atmosphäre", sagte er.

Doch was ist der Erfolg nun wert? Fakt ist, dass die Gornsdorfer mit nun acht Punkten noch immer auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen, der den direkten Abstieg in die Sachsenliga bedeuten würde. Deswegen, da sind sich in den Reihen der Elektroniker alle einig, muss der Erfolg im Abstiegsgipfel nun auswärts vergoldet werden. Das steigt bei einem Mitkonkurrenten. Am 22. Februar sind die Elektroniker zu Gast beim Tabellensiebenten Sponeta Erfurt.


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