"Der Staffelsieg ist durchaus möglich"

Tischtennis: Oberliga-Absteiger TTC Annaberg geht mit unverändertem Kader in die Serie der Sachsenliga und hat Wiederaufstieg im Blick

Annaberg-Buchholz.

Die Männer des TTC Annaberg sind auf ihrer Euphoriewelle zunächst ausgebremst worden. Der Tischtennis-Mannschaft war die schwierige Aufgabe in der Oberliga bewusst. Dennoch: Viele Spiele verlor der TTC knapp, in entscheidenden Phasen fehlte das Quäntchen Glück. Letztendlich gelangen nur drei Unentschieden, darunter aber das überraschende 8:8 in Gornsdorf. Der einzige Sieg, der gegen Schlotheim, wurde annulliert, da dieser Konkurrent später sein Sextett zurückzog. Doch trotz des Abstieges herrscht keine Trübsal. Der TTC will in der Sachsenliga wieder durchstarten. Thomas Lesch hat sich mit dem TTC-Vereinschef Mike Bergelt unterhalten.

Freie Presse: Was lässt sich rückblickend über die vergangene Oberliga-Saison sagen?

Mike Bergelt: Zu allererst einmal Dank und Respekt an die Mannschaft, die sich beim Abenteuer Oberliga bis zum Schluss nicht aufgegeben, in jedem Spiel stark gekämpft und somit zahlreichen Fans spannendes und hochklassiges Tischtennis geboten hat. Wir konnten die meisten Zuschauer zu unseren Heimspielen begrüßen und belegten im Zuschauerranking sogar den 1. Platz - eine tolle Unterstützung. Die Mannschaft hat den Abstieg gut verdaut und freut sich schon auf die Sachsenliga.

Wie sieht die Aufstellung für die neue Saison aus?

Es ist immer schwierig, bei einen Abstieg aus einer so hohen Liga seine Spieler für eine neue Saison zu verpflichten. Es war aber bereits schon sehr früh klar, dass auch in diesem Fall die Mannschaft zusammen bleibt. Wir werden also in derselben Aufstellung antreten - mit Petr Wasik, Jan Vesely, Ivo Wunderlich, Friedrich Sacher, Steffen Meier-Knietzsch und Oliver Nimtz.

Was hat sich der TTC für die Sachsenliga vorgenommen?

Als Oberliga-Absteiger, der mit der gleichen Aufstellung antritt, gelten wir natürlich als Favoriten auf den Sachsentitel. Sollte es keine Ausfälle haben, ist der Staffelsieg beim derzeitigen Blick auf die Konkurrenz auch durchaus möglich. Natürlich dürfen wir Mannschaften wie die aus Leutzsch, Schwarzenberg, Burgstädt oder Dresden nicht unterschätzen. Es gilt, jedes Spiel konzentriert anzugehen.

Wie hat sich die Nummer 1, der Tscheche Petr Wasik, ins Team integriert. Wurden die Erwartungen an ihn bisher erfüllt?

Petr hat sich sehr gut eingelebt. Er hat viel Erfahrung in die Mannschaft einbringen können und bis zum Schluss alle motiviert. Natürlich waren die Erwartungen an ihn etwas höher. Aber wenn man sieht, welche Spieler mittlerweile in der Oberliga im vorderen Paarkreuz spielen, ist seine Leistung als stark einzuordnen.

André Brückert, einziger Ersatzspieler mit Oberliganiveau, hat den TTC Richtung Gornsdorf verlassen. Welche Alternativen für die erste Mannschaft gibt es?

Dafür stehen natürlich die Spieler aus der zweiten Reihe bereit. Diese können sich im hinteren Paarkreuz der Sachsenliga für höhere Aufgaben empfehlen.

Mit welcher Zuschauerresonanz rechnen Sie in der Sachsenliga?

Ich rechne damit, dass es nicht ganz so viele - in der Oberliga hatten wir durchschnittlich 40 bis 50 Zuschauer - sein werden. Aber wir freuen uns, wenn wir viele zu unseren Heimspielen begrüßen können.

Worauf können sich alle Fans des Annaberger Tischtennissports besonders freuen?

Auf Topspieler, denn die gibt es auch in der Sachsenliga. Es wird spannendes und hochklassiges Tischtennis zu sehen sein. Und die Zuschauer können wahrscheinlich wieder mehr Erfolge des TTC Annaberg bejubeln.


Kommentar: Respekt

Der TTC Annaberg bleibt am Ball. Nach kometenhaften Aufstiegsserien in die Landes- und in die Sachsenliga sind ihm in der Oberliga zwar Grenzen aufgezeigt worden, doch Spieler und Fans haben trotzdem stets ihr Bestes gegeben und nie resigniert. In der Rückrunde gab es deshalb Lichtblicke und Punktgewinne zu vermelden. Die Beobachter gewannen den Eindruck, dass sich die Annaberger erst an die Liga gewöhnen mussten, doch der Abstieg war nicht mehr zu umgehen. Manches Team zerfällt danach, doch die Kreisstädter bleiben zusammen und wollen jetzt noch geschlossener auftreten. Nicht zuletzt ist das auch der soliden und konstanten Führung um Vereinschef Mike Bergelt und dem Vorstand zu verdanken. Alle Tischtennisfans dürfen sich nun auf einen bärenstarken TTC Annaberg in der Sachsenliga freuen - mit Titelambitionen. Das nötigt schon jetzt Respekt ab.

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