Derby geht bis in die letzte Instanz

Eishockey, Regionalliga: Schönheide gewinnt in Chemnitz mit 3:2

Schönheide.

Ein Sonntag ohne Krimi ist kein Sonntag. Das haben sich scheinbar auch die Schönheider Wölfe gesagt und sich in der Eishockey-Regionalliga erneut ein packendes Derby mit den Chemnitz Crashers geliefert. Denn so eindeutig wie noch am Sonnabend zuhause beim 10:3 sollte das zweite Halbfinal-Spiel der Playoffs nicht werden. Bis in die letzte Instanz ging die Partie im Küchwald, die die Erzgebirger nach Verlängerung und Penaltyschießen mit 3:2 (1:0/0:1/1:1/0:0) für sich entschieden.

Damit bekamen die 711 Zuschauer, darunter gut 200 Wölfe-Fans, das volle Programm. Zum Matchwinner avancierte Schönheides Kapitän Kilian Glück, dem das Glück hold war. So konnte er an diesem Tag den einzigen und somit entscheidenden Penalty verwandeln. Doch zurück auf Anfang: Die Chemnitzer ließen von Beginn an keine Zweifel daran, dass sie sich für die 3:10-Pleite einen Tag zuvor revanchieren wollen. Von Beginn an war es eine umkämpfte und spannende Partie, in der die Gäste die höheren Spielanteile und besseren Chancen verbuchten. Da beide Teams aber auch eine sehr gute Defensive stellten, wurden Über- und Unterzahl zum Zünglein an der Waage.

So auch bei der 1:0-Führung durch Schönheides Martin Trapl in der 16. Minute - in Wölfe-Überzahl. Im Mittelabschnitt das gleiche Bild: Im fair geführten Derby schenkten sich beide Teams nichts. So mussten die Fans bis zur 37. Minute warten, ehe sich auf der Anzeigetafel etwas tat. Diesmal jubelten die Crashers über den Ausgleich durch Patrick Fritz - bei Chemnitzer Überzahl. Im Schlussdrittel setzten zunächst die Gäste die besseren Akzente und eroberten sich durch Yannek Seidel in der 52. Minute die Führung zurück. Doch die Gastgeber nutzten 144 Sekunden vor Schluss eine Überzahlsituation ihrerseits fürs 2:2. Da die fünfminütige Verlängerung torlos blieb, ging es ins Penaltyschießen. Dafür tauschte Gäste-Coach Sven Schröder seine Keeper: Für Oliver Fengler kam Oliver Granert, der alle Chemnitzer Versuche vereitelte und danach mit seinem Kapitän und seiner Mannschaft übers 3:2 jubelte.

Nach den beiden Erfolgen liegen die Wölfe in der "Best-of-Five"-Serie gegen Chemnitz mit 2:0 vorn. Gelingt ihnen am kommenden Sonnabend zuhause ab 19.30 Uhr der dritte Sieg gegen die Crashers, ziehen sie ins Meisterschaftsfinale der Regionalliga Ost ein, wo entweder die Preußen oder FASS Berlin warten würden. (ane)


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