Drei SVS-Frauen gehen verletzt vom Parkett

Schneebergs Sachsenliga-Handballerinnen haben ein verlustreiches Spiel in Leipzig hinter sich. Sie unterlagen und beklagen mehrere Ausfälle. Auch die Männer aus Zwönitz verloren. Allein Aue II sicherte Zählbares.

Aue/Schwarzenberg/Zwönitz.

Un- glücklicherweise nicht nur Punkte haben die Sachsenliga-Handballerinnen des SV Schneeberg in Leipzig verloren. Bei der 19:31-Niederlage (9:17) beim HC Leipzig II verletzten sich drei Spielerinnen teils schwer.

Der SVS reiste schon in schmaler Besetzung in der Messestadt an. Arbeits-, krankheits- und urlaubsbedingt fehlten Akteure. "Wir wollten es den Gastgeberinnen dennoch so schwer wie möglich machen", sagte SVS-Trainer Sascha Thieme. Zunächst hielt sein Team mit. Dann aber ließ Schneeberg Chancen aus und lud die Leipzigerinnen zu Kontern ein. So setzte sich der HC übers 11:6 (17.) und 14:7 (26.) auf 17:9 ab. In Hälfte zwei nahm das Drama seinen Lauf. Linda Leonhardt knickte nach einem Zweikampf mit dem Fuß weg. Kurz darauf verletzte sich Keeperin Annett Keßler, brachte die Partie mangels Wechseloption unter Schmerzen aber zu Ende. In der 54. Minute musste Jeannine Prochnow verletzt vom Parkett - so befand sich der SVS bei leerer Bank in Unterzahl. "Die Leipziger reagierten mit einer mehr als fairen Geste", so Thieme. Sie spielten die Partie "5 gegen 5" zu Ende. Bitter: Leonhardt fällt für den Rest der Saison aus. Wie schnell sich Prochnow und Keßler erholen, wird sich im Lauf der Woche zeigen. "Wir wünschen allen gute Besserung", so Thieme.

Die Männer des EHV Aue II behielten in der Sachsenliga im zweiten Heimspiel in Folge die Oberhand und gewannen gegen spielstarke Zwenkauer 33:26 (14:14). Mit nun 27:5 Zählern ist das Team punktgleich mit Tabellenführer Görlitz, der sich beim 35:19 gegen Riesa/ Oschatz schadlos hielt. Emotional verhalten begann das Auer Juniorteam und lag zunächst 1:3 zurück. Felix Roth erzielte per Siebenmeter das 4:4. Bis zur Pause blieb es über 8:8 und 11:11 ausgeglichen. Dabei agierten die Gastgeber vor allem im Abwehrverbund zu körperlos. "Zudem fällt es einigen jungen Spielern derzeit schwer, taktische Anweisungen wahrzunehmen und umzusetzen", so Trainer Michael Hilbig. Zwei schnelle Treffer zu Beginn des zweiten Abschnitts brachten das 16:14. Die Einwechslung von Tim Espig im EHV-Kasten sorgte für mehr Sicherheit. Nach der ersten Drei-Tore-Führung, dem 25:22 durch Marcel Schäfer, kamen die Randleipziger mit dem 26:25 nochmals heran. Doch in den letzten zehn Minuten waren die Auer in der Lage, das Tempo zu verschärfen und den Sieg konzentriert zu verteidigen. Folgerichtig gelangen noch fünf Treffer in Folge - zum vorentscheidenden 31:25.

Nichts Zählbares bei der gemeinsamen Auswärtsfahrt: Beide Teams des Zwönitzer HSV zogen gegen den HC Glauchau/Meerane jeweils den Kürzeren. Die Sachsenliga-Männer verloren klar mit 24:33 (8:19). Zu verhalten begann das HSV-Team von Trainer Frank Riedel. Im Angriff zu überhastet, in der Defensive nicht mutig genug - das machte es den Hausherren leicht. In Hälfte zwei wuchs der Rückstand zumindest nicht weiter an, aber eine Wende war nicht drin. Zwönitz hatte Glück im Unglück: Auch die benachbarte Tabellenkonkurrenz verlor.

Die Verbandsliga-Frauen des Zwönitzer HSV hatten nur eine Wechselspielerin auf der Bank. Mit Blick auf die dünne Personaldecke schlugen sie sich beim 17:23 (10:12) noch wacker. Der HC eroberte sich dank des Heimsiegs die Tabellenspitze zurück. Gegen den HSV sah sich der Favorit zu Beginn der Partie einer offensiv ausgerichteten Abwehr gegenüber. Das schmeckte den Gastgeberinnen gar nicht. Die Folge waren Angriffsfehler und erfolglose Abschlüsse. So lagen die Gäste bis zur 24. Minute mit bis zu drei Toren in Führung. Allerdings ließ dann die Offensivkraft spürbar nach. Die erfahrene HC-Defensive hatte sich auf Zwönitz eingestellt. So ging der Vorsprung allmählich verloren. Schon zur Pause lagen die Glauchauerinnen 12:10 vorn. Zu allem Übel verschlief Zwönitz den Beginn von Hälfte zwei. Binnen sieben Minuten erhöhte der HC auf 18:11, was zu viel sein sollte. Zwar konnte der HSV noch mal auf 16:19 (47.) verkürzen, aber aufgrund nachlassender Konzentration bei Abschlüssen war am Ende nicht mehr drin. (kiw/bral)

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