Drei-Talsperren-Marathon mit neuem Teilnehmerrekord

Bei der Volkssportveranstaltung kamen 1164 Läufer und Radfahrer ins Ziel in der Bretschneider-Sportstätte in Eibenstock.

Eibenstock.

Der Drei-Talsperren-Marathon in Eibenstock ist nicht nur für die Aktiven eine besondere Herausforderung, sondern auch für die Organisatoren und gut 200 Helfer, die am Samstag bei der 23. Auflage im Einsatz waren. Es hatten sich schließlich 1218 Teilnehmer gemeldet, 1164 Aktive hat man im Ziel gezählt. Auf der Strecke hat es einen Unfall gegeben, ein Radfahrer stürzte und musste ins Krankenhaus.

Uwe Staab, Vorsitzender des Marathonvereins und Bürgermeister von Eibenstock, zog nach der Veranstaltung ein Fazit: "Es war ein toller Wettkampftag und für uns als Verein ein sehr gutes Ergebnis, was die Teilnehmer angeht." Matthias Kittlaus vom Marathonverein schätzt das Miteinander und den respektvollen Umgang der Sportler. "Nur so kann alles gut funktionieren." 1000 Voranmeldungen gab es, mit so vielen hatte man nicht gerechnet.

Für die Läufer standen Distanzen über 8 Kilometer, 21 Kilometer (Halbmarathon) oder 42 Kilometer (Marathon) zur Auswahl. Für die Radfahrer ging es über 30, 50 oder 100 Kilometer. Über die 100 Kilometer hat bei den Herren David Seidel vom Team Wilier/Force Germany gewonnen und bei den Frauen Karin Kadner von TBR Werner. Für Maximilian Langhans vom Verein Bike-store Racing liefen die 50 Kilometer Rad sehr gut. Der 24-Jährige war der Schnellste bei den Männern und hat zudem die Bergwertung auf dem Auersberg für sich entschieden. "Ich konnte mich gleich am ersten Berg absetzen und dann habe ich versucht, mein Rennen durchzuziehen. Ich habe einen guten Rhythmus gefunden. Bei der Strecke über 50 Kilometer geht es gleich das erste Teilstück bergauf, da muss man sich gut warmfahren. Den Auersberg hochzufahren, ist auch nicht ganz einfach", sagt der Rittersgrüner. Sein Teamkollege Sebastian Kleiner ist Zweiter über 50 Kilometer geworden. Über die 30 Kilometer Rad ist mit Celine Friedrich eine junge Sportlerin vom RSV Team Auto-Riedel Schwarzenberg auf Platz 1 der Gesamtwertung gefahren. Die 16-Jährige ist stolz: "Es ist mein erster Sieg hier. Die Strecke hat schon ganz schön viele Höhenmeter."

Ein halbes Jahr hat sich Läuferin Sylvia Fritzsche aus Schneeberg auf den Halbmarathon vorbereitet. Ihre Premiere in Eibenstock hat sie mit dem Sieg bei den Frauen gekrönt. Die 22-Jährige strahlt: "Etwas fassungslos bin ich schon, damit habe ich nicht gerechnet." Über die Kurzstrecke von acht Kilometern sind 158 Läufer ins Ziel gekommen. Darunter auch Christiane Thümmel vom Marathonverein Eibenstock, die bei den Frauen die älteste über diese Distanz war. Die 65-Jährige meint: "Es ist ein heimischer Lauf und die Strecke ist teilweise meine Trainingsstrecke. Ich hatte beim Laufen ein gutes Gefühl. So lange es geht, bin ich beim Drei-Talsperren-Marathon mit dabei, auch wenn ich nicht die langen Strecken laufe."

www.drei-talsperren-marathon.de


"Dass wir öffentliche Straßen queren müssen, macht uns Sorgen."

Klaus-Peter Trommer (74) aus Stützengrün ist seit 21 Jahren Streckenchef beim Drei-Talsperren-Marathon. Mit ihm sprach Ralf Wendland.

Wie sehen die Strecken aus?

Wir haben sechs Disziplinen. Insgesamt drei Laufstrecken über 8 Kilometer, Halbmarathon und Marathon und drei Radstecken über 30, 50 und 100 Kilometer. Effektiv stehen 110 Kilometer als Strecke zur Verfügung und da gibt es jedes Jahr eine Baustelle, die Änderungen in der Streckenführung mit sich zieht. Diesmal hat es Eibenstock betroffen und einen Abschnitt im Wald, eine steile Abfahrt, die wir rausnehmen mussten, weil dort Rinnen drin sind mit mehr als 20 Zentimetern Tiefe. Die Strecke haben wir auf die Bundesstraße verlegt und sind jetzt am überlegen, ob wir das für die Zukunft beibehalten, um die Abfahrt im Wald generell rauszubekommen.

Wie liefen die Vorbereitungen?

Die letzten Tage sind immer am aufregendsten, denn es gibt vieles zu tun. Zuvor sitze ich wochenlang am Computer und schaue mir die Strecken an, plane und verlege sie, wenn nötig. Unter meiner Regie habe ich 160 Helfer, die alle für die Strecken eingeteilt sind und unter denen die Aufgaben koordiniert werden müssen.

Mit welchen Problemen haben Sie zu kämpfen?

Uns macht Sorgen, dass wir öffentliche Straßen überqueren müssen. In der Vergangenheit waren immer sechs bis acht Polizisten mit vor Ort, die den Verkehr an brisanten Punkten mit geregelt haben. Dieses Jahr ist kein Polizist vor Ort. Die Kräfte sind zu Fußballspielen in der Region gebunden. So müssen wir auf den Straßen Bauzäune stellen, um die Sportler zu schützen. Stellenweise müssen Autofahrer deshalb lange warten.

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