Duell der Gegensätze

In der Ringer-Regionalliga empfängt der RVE Lugau als Letzter des Vorjahres den Meister aus Markneukirchen. Auch Thalheim hat es mit einem gefährlichen Kontrahenten zu tun.

Lugau/Thalheim.

Wenn die Ausgangslage derart eindeutig ist, dann kommt der Galgenhumor richtig zum Tragen. "Wir wollen gegen Markneukirchen mehr Punkte auf der Matte holen als Thalheim", sagt der Trainer des Ringervereins Eichenkranz Lugau, Jan Peprny.

Dafür würde schon einer reichen. Denn die Zähler, die die Athleten des RV Thalheim bei der 4:23-Niederlage gegen den amtierenden Regionalliga-Meister und erneut haushohen Staffelfavoriten erzielten, waren Resultat einer nicht besetzten Gewichtsklasse bei den Vogtländern, die ansonsten keine Gefangenen machten. "Jeder weiß, dass Markneukirchen durch die Liga marschieren wird", sagt Peprny, der seine Mannschaft nach der bitteren 14:15-Niederlage in Berlin wieder einmal umbauen muss. So fällt Tim Walther im 75-Kilogramm-Limit (Freistil) am Samstagabend krankheitsbedingt aus. Für ihn darf erstmals in dieser Saison Martin Richter ran. Zudem ist Frederik Esser (71 kg) wieder mit von der Partie, der - neben Anton Vieweg und Robert Dobrodziej -zu den Kandidaten zählt, denen Peprny einen Sieg zutraut. Einen ungewöhnlichen Anblick dürften die Besucher dagegen im Superschwergewicht geboten bekommen. Dort fehlt Jan Richtsteig, der diese Klasse nach dem Weggang von Alexander Tyschkowski besetzte, was Peprny einige graue Haare mehr bescherte. Doch er fand ein Lösung. Mit Patrick Thiel wird ein ehemaliger Lugauer Ringer auf die Matte gehen, der seit zehn Jahren keinen Kampf mehr bestritten hat. Der Witz an der Sache: Damals trat er im Limit bis 66 Kilogramm an. "Er hat ein bisschen zugelegt", so Peprny.

Die Thalheimer Ringer dagegen sind nach der Abreibung von Markneukirchen ab sofort wieder im Favoritenmodus. Dies soll am Samstag als Erstes Luckenwalde zu spüren bekommen. Die Brandenburger sind selbst in der Bringepflicht, denn sie haben ihre ersten beiden Saisonkämpfe verloren und zieren das Tabellenende. "Aber daraus darf man keine falschen Schlüsse ziehen. Gegen Markneukirchen ist das normal und gegen Leipzig war ein Ringer Sekunden zu spät auf der Waage und wurde disqualifiziert", sagt RV-Trainer Steffen Richter, der ein enges Duell erwartet. "Besonders im Freistil haben sie starke Kämpfer", so der Coach. Personell gibt es vorsichtigen Grund zum Optimismus. Mit Benjamin Opitz und Tobias Löffler mussten zwei Leistungsträger gegen Markneukirchen verletzt aufgeben. "Aber bei beiden sieht es ganz gut aus, dass sie ringen können", so Richter. Die endgültige Entscheidung falle aber erst am Kampftag.

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