Duell der Ungeschlagenen

In der Ringer-Regionalliga empfängt Thalheim morgen Abend Markneukirchen. Beide gelten als Mitfavoriten auf den Titel - Spannung auf der Matte ist daher programmiert.

Thalheim.

Dass die Begegnung zwischen dem RV Thalheim und dem AVG Markneukirchen in dieser Regionalliga-Saison ein Spitzenkampf werden könnte, das war schon bei Bekanntwerden der Kaderlisten zu erwarten. Nach den ersten beiden Wochenenden scheint sich dies nun zu bestätigen. Beide Vereine sind in der Regionalliga Mitteldeutschland noch ungeschlagen.

Wenn morgen um 19.30 Uhr im Thalheimer Sportlerheim der erste Kampf beginnt, sind die Gäste aus dem Musikwinkel dennoch in einer leichten Favoritenrolle. Denn der Kader der Vogtländer ist gegenüber der Vorsaison nahezu unverändert - und in dieser schlugen sie den RVT zweimal relativ sicher. Zudem unterlag Markneukirchen dem späteren Meister aus Greiz in den Finalkämpfen nur knapp. Als Punktegaranten haben sich in dieser noch jungen Saison insbesondere der Russe Valerij Borgoiakov (57/61 kg) und der Armenier Seyran Simonyan (86 kg) erwiesen. Borgoiakov wird morgen möglicherweise auf Thalheims Eigengewächs Peter Haase treffen, für den gegen den Markneukirchner jeder Punkt für die Mannschaft ein Erfolg wäre. "Nach den zwei Siegen gehen wir mit Selbstvertrauen auf die Matte", sagt Trainer Steffen Richter. Ihm zufolge ist eine Sieg durchaus drin, wenn das Pendel gerade in den knappen Kämpfen zugunsten der Gastgeber ausschlägt. Zurückgreifen können die Thalheimer auf jeden Fall wieder auf Chris Schneider (86 Kilo), der nach seinem Ausraster zum Auftakt gegen Leipzig in Potsdam nur zuschauen durfte. Da die zweite Mannschaft des RVT in der Landesliga bereits um 15:30 Uhr beim FC Erzgebirge Aue II antritt, startet die Regionalliga ohne Vorkampf ins Geschehen. Damit die Zuschauer dennoch eher in die Halle gelockt werden, wird das Wiegen der Athleten um 18:45 Uhr öffentlich durchgeführt.

Parallel zum RVT sind auch die Ringer des RV Eichenkranz Lugau morgen im Einsatz. In der Turnhalle der Oberschule am Steegenwald geht es gegen die KG Frankfurt Oder/Eisenhüttenstadt um Regionalliga-Punkte. Die Brandenburger haben ihre beiden Auftaktkämpfe ebenfalls gewonnen, was laut RVE-Coach Jan Peprny aber eher auf die Schwäche der Gegner Gelenau und Luckenwalde zurückzuführen sei. "Zuhause wollen wir nach dem gelungenen Auftakt gegen Potsdam natürlich wieder gewinnen", sagt Peprny. Trotz nach wie vor fehlender Genehmigung für drei Neuzugänge seien erstmals in dieser Saison alle Gewichtsklassen besetzt - wie, will Peprny nicht im Detail verraten. Sicher ist aber, dass "Geheimwaffe" Martin Richter wieder aufgeboten wird. Der 33-Jährige hatte gegen Potsdam im letzten Kampf mit seiner Spezialität, einem Kopfhüftschwung, einen Schultersieg fabriziert, den Gesamtsieg damit gesichert und die Halle zum Beben gebracht. Der kommende Gegner aus Frankfurt sei auf jeden Fall ernstzunehmen. "Das ist eine Mannschaft", so Peprny, "die ihre Stärken klar im klassischen Stil hat". (mit karny)

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