Duell kommt gutem Krimi gleich

Handball, Verbandsliga: Zwönitz erkämpft gegen Markranstädt II ein 21:21

Zwönitz.

Dass die Zwönitzer Verbandsligafrauen Drama beherrschen, ist nichts Neues. Jüngster Akt: die Partie gegen den SC Markranstädt II. Ein 21:21, das alles zu bieten hatte, was man von einem guten Krimi erwartet.

Eine Partie auf Augenhöhe war bei den bisherigen Ergebnissen im Grunde schon vorher zu erwarten. Die HSV-Mädels begannen stark und gingen verdient mit 3:0 in Führung. Danach fanden die Gäste besser ins Spiel und konnten folgerichtig in der 9. Minute ausgleichen und kurz darauf in Führung gehen. Nach einer Auszeit wendeten die Gastgeberinnen die Partie wieder zum 11:7, wurden jedoch jäh aus ihrem Lauf gerissen. Ohne Fremdeinwirkung verdrehte sich Laura Kaulfuß das Knie derart, dass sie nicht weiterspielen konnte. Infolge des Schocks lief bei ihren Teamkolleginnen anschließend nicht mehr viel zusammen. Fangfehler, Hektik und unüberlegte Aktionen bestraften die Gäste konsequent, sodass es mit einem 11:11 in die Kabine ging.

"Zu Beginn des zweiten Durchgangs haben sie dann gezeigt, was es bedeutet, miteinander und füreinander Handball zu spielen", zeigte sich Vereinschef Ralf Beckmann. Laura-Jane Mosel und Lea Thierfeld übernahmen Positionen im Rückraum, auf denen sie in dieser Saison noch nicht einmal trainiert hatten. Bis Mitte des zweiten Durchgangs warf der HSV einen Vorsprung von 18:15 heraus. Doch je länger die Partie dauerte, desto mehr verzweifelten die Erzgebirgerinnen an der gegnerischen Torfrau. Dadurch kamen die Gäste wieder zum 19:19 heran. In einer hektischen Schlussphase vermochte sich schließlich keine Mannschaft mehr abzusetzen. (bral)

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