EHV-Männern bleibt mal wieder wenig Zeit für Besinnlichkeit

Aues Zweitliga-Handballer laufen morgen Abend als Außenseiter beim TuS N-Lübbecke auf. Bereits am Donnerstag geht es in Lößnitz gegen den TV Hüttenberg weiter. Dazwischen wird trainiert.

Lübbecke/Lößnitz.

Während sich die meisten Leute im Erzgebirge auf besinnliche Tage einstellen, haben Trainer Stephan Swat und die Zweitliga-Handballer des EHV Aue mal wieder ein ziemlich volles Programm. Morgen steht ihnen die fast 500 Kilometer weite Reise ins nordrhein-westfälische Lübbecke bevor, wo die Auer 20 Uhr in der Merkur-Arena auf den TuS N-Lübbecke treffen. Direkt nach den Weihnachts-feiertagen folgt dann am 27. Dezember ab 19 Uhr zu Hause in Lößnitz der Rückrundenauftakt gegen den TV Hüttenberg.

Swat sieht die beiden Spiele als Paket an und "schenkt" seinen Männern im Anschluss an die Auswärtspartie nur am vierten Advent einen freien Tag. Da können sie sich auch die lange Busfahrt aus den Knochen schütteln. Sowohl am 24. Dezember als auch an den beiden Weihnachts- feiertagen bittet der Coach seine Schützlinge vormittags zum Training. Die EHV-Handballer werden sich also ein bisschen am Riemen reißen müssen, was das Schlemmen betrifft. Denn bekanntlich trainiert es sich mit vollem Bauch nicht so gut. "Sie können zwar alles essen, was in den Familien traditionell auf den Tisch kommt. Aber die Menge macht's", mahnt Swat, der im Punktspielbetrieb nichts dem Zufall überlassen will und deshalb die Trainingszeiten in Abstimmung mit dem Mannschaftsrat festgelegt hat.

Glücklich allerdings ist er mit den "Weihnachtsspielen" nicht. "Ich bin kein Freund davon. Aber wir können uns das ja nicht aussuchen. Es ist halt der ganz normale Wahnsinn und von den Liga-Verantwort-lichen so gewollt." Ein bisschen versöhnlich stimmt den Trainer, dass der EHV zumindest einmal zu Hause ran darf. Erfahrungsgemäß seien die Hallen an solchen Tagen immer richtig voll. "Vielleicht gelingt es uns sogar, dass die Halle ausverkauft ist. Mit Hüttenberg geht es gegen einen Erstliga-Absteiger, und vor großer Kulisse wird das eine sehr, sehr reizvolle Aufgabe." Da sein Team mittlerweile in eigener Halle sehr gefestigt auftritt, blickt Swat optimistisch auf diese Begegnung.

Bevor jedoch am kommenden Donnerstag zum Jahresausklang in Lößnitz das Duell mit dem TV Hüttenberg steigt, gilt es morgen erst einmal beim TuS N-Lübbecke zu bestehen. "Es ist eins der einfacheren Spiele für uns", sagt Swat. Er hofft, seine Männer treten beim Favoriten frei und frech auf. "Die Gastgeber haben zu Hause in dieser Saison bisher erst drei Punkte abgegeben, aber wir haben ja nichts zu verlieren. Wir werden versuchen, wieder unser schnelles Spiel aufzuziehen." Das allerdings bedürfe einer konsequenten Abwehr und einer guten Leistung der Torhüter. Anspannung sei immer dabei, zu locker nehmen dürfe man es nicht.

Definitiv fehlen wird gegen den Tabellensechsten Jan Faith. "Da warten wir ab, wie sich das Ganze ent-wickelt", sagt Swat. Faith hatte sich im jüngsten Heimspiel gegen die Rhein Vikings eine Leberprellung zugezogen. "Am 25. Dezember muss der Arzt noch einmal nachschauen, und dann werden wir sehen, ob Jan gegen Hüttenberg wieder mit dabei ist. Da müssen die Ärzte erst grünes Licht geben", so der Trainer.

Zwischen den beiden Spielen wurde Swat übrigens von Nachbarn für Heiligabend als Weihnachtsmann gebucht. Eine Rolle, die er angesichts seines üppigen Barts sehr gut ausfüllen kann. Getreu dem Motto "Wer rasiert verliert" konnte bei Swat die Gesichtsbehaarung in der bisherigen Saison ordentlich an Volumen zulegen. Nicht nur der Coach hofft, dass der Bart in Ruhe weiterwachsen kann.

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