Ein Mittelfeldplatz und große Emotionen

Mit Frank Riedel und Sven Hartenstein haben die Zwönitzer Handballer am Samstag zwei ihrer Urgesteine verabschiedet. Auf dem Parkett ließ es der Sachsenligist zum Saisonabschluss noch einmal krachen.

Zwönitz.

Der Zeitpunkt hätte kaum besser gewählt sein können: ein gesicherter Mittelfeldplatz als Aufsteiger, dazu noch einmal ein Sieg zum Abschluss. Da lässt sich ein Kapitel des Lebens mit einem guten Gefühl schließen. Frank Riedel und Sven Hartenstein taten am Samstag genau das. Der langjährige Trainer der Zwönitzer Sachsenliga--Handballer sowie der Kapitän wurden nach dem letzten Saisonspiel, dem 35:31-Heimsieg über die HSG Riesa/Oschatz, feierlich und mit vielen Emotionen verabschiedet. "Beide hatten ihren Rückzug bereits vor der Saison angekündigt. Wir wünschen ihnen alles erdenklich Gute", sagt Vereinschef Ralf Beckmann, der vor der Partie ebenfalls verabschiedet wurde - als Trainer der Frauenmannschaft. Sein Nachfolger in dieser Funktion wird der bisherige Co-Trainer Steven Szpetecki, der von Hartenstein unterstützt wird. Das Männer-Team übernimmt Bill Hofmann, der als Spieler wegen einer Knieverletzung in dieser Saison nicht zum Einsatz kam.

Auf dem Parkett zeigten die Erzgebirger unterdessen noch einmal, warum sie im Gegensatz zu den Riesaern auch in der kommenden Saison in der Sachsenliga antreten dürfen. Ohne mehrere Stammspieler - so fehlte mit Jiri Brecko beispielsweise der Torschütze vom Dienst - agierten die Gastgeber von Beginn an offensiv gefällig, spielten variabel und waren von allen Positionen aus erfolgreich. Ab und zu fehlte allerdings die Abstimmung in der umgestellten 6:0-Deckungsformation. So kamen auch die Gäste wiederholt zu einfachen Treffern, weshalb die knappen Führungen bis zum Stand von 9:9 nach 17 Minuten ständig wechselten. Mit drei Treffern in Folge kamen die Zwönitzer dann jedoch in die richtige Spur. Mit 18:12 ging es in die Pause - eine beruhigende Führung.

Im zweiten Durchgang wechselten sich dann super Szenen der Erzgebirger mit Leichtfertigkeiten ab. So setzten sich die Gastgeber mit tollen zehn Minuten nach Wiederbeginn auf 26:17 ab, nur um in der Folge vier Treffer am Stück zu kassieren. Nach einer Auszeit lief es wieder besser, und die Zwönitzer warfen eine Neun-Tore-Führung heraus, die das Spiel quasi entschied. Allerdings durften die Riesaer am Ende noch Ergebniskosmetik betreiben. "Aufgrund der fehlenden Spieler kann ich meiner Mannschaft nur Respekt zollen. Wir hätten aber viel klarer gewinnen müssen", sagte Frank Riedel nach Spielschluss. Dank dem Sieg überholte Zwönitz in der Tabelle sogar noch die SG Leipzig III und kommt auf Platz 7 ein. (mit bral)

Statistik Zwönitz: Kerner, Treuter; Anger (2), Fritsch (2), Hartenstein (2), Becher (3), Kotesovec (7), Schlömer (6), Treitschke, Löbner (10/4), Lieberei (3); 7m: Zwönitz: 4/4 Riesa/Oschatz: 5/3; 2min: Zwönitz: 3/1 Disq. (Fritsch/27.), Riesa/Oschatz: 3

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