Ein Torfestival mit zwei Wenden

Aus einer klaren Führung ist für die Zschopauer Fußballer in Lößnitz ein klarer Rückstand geworden. Der Glaube an die nächste Pokalrunde war schon dahin - doch das Spiel dauerte noch etwas.

Zschopau.

Mit Drebach/Falkenbach, Motor Zschopau und Pockau-Lengefeld haben drei Fußball-Mannschaften aus der Region das Viertelfinale des Erzgebirgspokals erreicht. Besonders dramatisch ging es gestern bei der BSG Motor zu.

SG Rotation Borstendorf gegen FV Krokusblüte Drebach/ Falkenbach 1:2 (0:2). Nach mehreren Überraschungserfolgen schnupperte der gastgebende Kreisliga-Aufsteiger auch gestern an einer Sensation. "In den zehn Minuten nach ihrem Anschlusstreffer war die Euphorie der Borstendorfer schon zu spüren", gesteht FVK-Trainer André Feig. Diese schwierige Phase überstanden die Krokusse jedoch und sicherten sich so einen in Feigs Augen verdienten Sieg: "Wir hatten genug Chancen, um höher zu gewinnen."

Tore: 0:1 Böhm (24.), 0:2 Weber (32.), 1:2 Schwoy (64.); SR: Wächtler (Bärenst.); Z: 80.

FSV Zschopau/Krumhermersdorf gegen VfB Annaberg 1:3 (1:0). Wie im Halbfinale der vergangenen Saison zogen die Krumhermersdorfer auch gestern gegen den VfB den Kürzeren. Diesmal war laut Coach Uwe Kiesel allerdings deutlich mehr drin: "Wir haben es versäumt, angesichts unserer klaren Überlegenheit in der ersten Halbzeit eine höhere Führung zu erzielen. Es rächt sich eben, wenn man dreimal allein aufs Tor marschiert und nicht trifft." Ebenso hatten die beiden unnötigen Platzverweise Auswirkung. "In doppelter Unterzahl war die Niederlage nicht mehr zu vermeiden", bilanziert Kiesel enttäuscht.

Tore: 1:0 Desczyk (32.), 1:1/1:2/1:3 T. Meyer (60./89. FE/90.+1); Gelb-rote Karten: Wolny (86.), Barth (beide Krumhermersdorf/89.); SR: Rau (Drebach); Z: 67.

FC 1910 Lößnitz II gegen FSV Motor Zschopau nach Verlängerung 5:6 (0:2, 4:4). Mit einem Ergebnis, das meist nur durch ein Elfmeterschießen zustande kommt, sicherten sich die Motor-Kicker einen denkwürdigen Sieg mit zwei Wenden. Die erste gelang den Hausherren, als sie den 0:2-Halbzeitrückstand binnen weniger Minuten in eine Führung verwandelten. "Als es 4:2 für Lößnitz stand, hat niemand von uns mehr ans Weiterkommen geglaubt", gesteht Zschopaus Mannschaftsleiter Jürgen Hamann. Doch in den letzten Minuten der regulären Spielzeit läuteten die Gäste die zweite Wende ein, denn in der Verlängerung gelangen noch zwei Tore. "Wir machen es halt immer spannend", sagte Hamann angesichts der Tatsache, dass die BSG im diesjährigen Pokal stets 120 Minuten spielt.

Tore: 0:1/0:2 Uhlig (24./44.), 1:2 Heinig (46.), 2:2 Hähnel (51.), 3:2 Richter (54.), 4:2 Heinig (78.), 4:3 Christant (84.), 4:4 Uhlig (86.), 4:5 Christant (92.), 4:6 Schüler (98./FE), 5:6 Leichsenring (120.); SR: Leistner (Oelsnitz); Z: 40.

TSV Geyer gegen Pockau-Lengefeld 1:3 (1:1). In einigen Situationen hatten die Gäste durchaus Glück. So zum Beispiel, als zu Beginn ein Schuss von Geyer am Pfosten landete und auch als ein gegnerischer Spieler eine Viertelstunde vor Schluss wegen Meckerns vom Platz flog. Ebenso half der Gegner mit einem späten Eigentor zur 2:1-Führung mit. Dennoch schätzte Timo Uhlig den Sieg seiner Elf als verdient ein. "Wir waren speziell in der zweiten Hälfte präsenter und hatten die besseren Chancen. In Überzahl war auch der konditionelle Vorteil spürbar", sagt der FSV-Trainer.

Tore: 0:1 Steinert (37.), 1:1 Unglaube (38.), 1:2 Körner (86./ET), 1:3 Illgen (90./FE); Gelb-rot: Löwe (Geyer/75.); SR: Stefan (Plauen); Z: 70.

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