Ergebnis wird der Spannung nicht gerecht

Ringen, Regionalliga: Tapfere Gelenauer verlieren in Frankfurt 8:19

Frankfurt/Oder.

Zum Auftakt der neuen Saison hat es für die Ringer des RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau die erwartete Niederlage gesetzt. In der Regionalliga Mitteldeutschland zogen sie bei der KG Frankfurt/ Oder/Eisenhüttenstadt mit 8:19 den Kürzeren. Ein klares Ergebnis, das laut Co-Trainer René Schreiter über den spannenden Verlauf vieler Einzelduelle hinwegtäuscht. "Obwohl wir eine Gewichtsklasse unbesetzt gelassen hatten, wäre sogar mehr möglich gewesen", meint der RSK-Verantwortliche, der sich über vier Siege an der Oder freuen durfte. An weiteren wurde nur geschnuppert.

Den stärksten Auftritt aus RSK-Sicht lieferte am Samstagabend Kamil Wojciechowski (98 kg) ab, der seinen Kontrahenten schon nach einer anderthalben Minute aufs Kreuz legte. "Nach einem schönen Beinangriff hat er am Boden alles klar gemacht", berichtet Schreiter, der sich zudem über Punktsiege von Daniel Franke (61 kg/2:0) und Stefan Saul (66 kg/1:0) freuen durfte. Beide brachten aber jeweils nur einen Zähler auf das Mannschaftskonto. Die Gastgeber waren da effektiver und lagen dank zweier vorzeitiger Siege gegen Lucas Kästel (130 kg) und Johnny Uhlig (57 kg) zur Halbzeit mit 8:7 vorn. Dabei hatte Uhlig zwischenzeitlich sogar geführt. "Johnny war in diesem Freistil-Kampf anzumerken, dass er ein Klassik-Spezialist ist. Das sind Erfahrungen, die er mitnehmen muss", so Schreiter über den 16-jährigen Debütanten.

Auch später waren mehrere Gelenauer dicht dran an einem Erfolg, doch jubeln durfte lediglich Fabian Jänicke (86 kg/3:1). Im Fall von Sebastian Müller (80 kg) hatten die Erzgebirger gehofft, dass der für Frankfurt ringende Pole Andrzej Grzelak nach zweijähriger Verletzungspause noch nicht mit alter Stärke antreten würde. Dass er trotzdem auf Schultern gewann, lag laut Richter auch an Müller. "Da waren mal kurz die Lichter aus", beschreibt der Co-Trainer den Moment, als Grzelak zu einer Souplesse ansetzte. Auch Freistil-Experte Rico Richter (75 kg) war kurz unaufmerksam und geriet eine Minute vor Schluss in die Bodenlage, wo er noch zwei Rollen abgab. So wurde aus einem 1:1 ein 1:7. Der griechisch-römisch ringende Erik Löser, der kurz zuvor in der Nachbarhalle beim Brandenburg-Cup an einem Schweden gescheitert war, verkaufte sich beim 0:2 gegen Favorit Brian Tewes teuer. "Er hat keine technische Wertung abgegeben, nur zwei Verwarnungen", so Schreiter.

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