Ergebnisse sind erst einmal zweitrangig

Nach über einem Jahr Pause feiert Carsten Mohe sein Comeback im Cockpit eines Rallye-Autos. An sein neues Gefährt wird er sich aber gewöhnen müssen.

Crottendorf.

Rund 13 Monate sind vergangen, seitdem Carsten Mohe das letzte Mal am Steuer eines Rallye-Autos saß. Ein schwerer Unfall sowie die Corona-Pandemie sind der Grund dafür gewesen. Doch nun geht der Deutsche Meister von 2017 bei der Lausitz-Rallye gemeinsam mit Beifahrer Alexander Hirsch an den Start.

Für die reine Schotterveranstaltung rund um den Bärwalder See nahe dem sächsischen Boxberg steht dem Crottendorfer das passende Gerät zur Verfügung: Mohe wird einen rund 280 PS starken Skoda Fabia Rally2 Evo pilotieren. "Ich muss erst mal sehen, ob ich es überhaupt noch kann", feixt er. "Am Anfang wird der Skoda vielleicht noch etwas schneller sein als sein Chauffeur, aber ich freue mich auf die Gelegenheit, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wieder ans Lenkrad greifen zu können. Ich fahre unheimlich gern auf Schotter, und mit einem so potenten Allradler macht es natürlich noch mehr Spaß." Auf Ergebnisse will der Crottendorfer zunächst nicht schauen: "Die lange Pause wird sich bestimmt bemerkbar machen, dennoch hoffe ich, dass ich schnell wieder in den richtigen Rhythmus komme und das Tempo der Spitze mitgehen kann", so Mohe, der allein in der Topkategorie RC2 auf elf Konkurrenten trifft. "Da kommt es zum Beispiel ja auch auf das vertrauensvolle Zusammenspiel mit dem Beifahrer an, zudem ist das Auto für uns neu."

Dass es in der aktuellen Situation nicht selbstverständlich ist, eine Rallye zu bestreiten, ist dem Kfz-Meister durchaus bewusst. "Wir starten bei der ,Lausitz' auch deswegen, um in diesen Zeiten ein Zeichen der Solidarität mit den Organisatoren zu setzen", erklärt der Erzgebirger. "Ich bin selbst Mitglied im Rallye-, Renn- & Wassersportclub Lausitz. Die Absage der Veranstaltung wäre für den Verein zum absoluten Super-Gau geworden." Umso dankbarer sei er seinen Sponsoren und Förderern, die dem Team auch in diesem schwierigen Jahr zur Seite standen und stehen. "Natürlich schmerzt uns die Auflage, dass keine Zuschauer erlaubt sind, sehr", so Mohe weiter. Wer dennoch anreist, nimmt hohe Bußgelder in Kauf und gefährdet die gesamte Hatz, der dann ein sofortiger Abbruch droht. "Hoffen wir, dass sich dies in möglichst naher Zukunft ändert und wir wieder vor vollem Haus um Zehntelsekunden kämpfen können", blickt Mohe mit Optimismus nach vorne.

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