Erst die zweite Verlängerung bringt die Entscheidung

Handball, Landespokal: Freude des HSV 1956 Marienberg über Sieg in Chemnitz durch Verletzung getrübt

Chemnitz.

Eine Mammutaufgabe hatten die Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg am Dritten Advent zu bewältigen. Im Achtelfinale des Landespokals waren bei der Drittliga-Reserve des HV Chemnitz zwei Verlängerungen nötig, um den Sieger zu ermitteln. Die letzte Partie des Jahres wurde somit zu einem absoluten Härtetest, doch nach insgesamt 80 Minuten Spielzeit durften die Bergstädterinnen einen 37:33-Sieg bejubeln.

Allerdings hatte der Erfolg einen bittren Beigeschmack. "Leider hat sich Leonie Tinney drei Sekunden vor Schluss bei der Landung nach einem Sprungwurf ohne Fremdeinwirkung das Knie verdreht und musste zur Untersuchung in die Notaufnahme ins Krankenhaus", berichtet Trainerin Lucie Hribova. Genaue Untersuchungen folgen erst noch. Doch fest steht: "Die Verletzung hat die Freude über unseren schwer erkämpften und teuer erkauften Sieg getrübt."

Dass es in die Verlängerung gehen würde, war bei der 15:10-Halbzeitführung des HSV noch nicht abzusehen. "Wir haben bis dahin sehr gut gespielt und uns ganz wenige technische Fehler geleistet. Das war super", sagt Hribova, die bis zum 19:13 (36.) zufrieden drein schaute. Danach kam der HVC immer näher heran. "Weil wir unsere guten Torchancen nicht genutzt haben", ärgerte sich Marienbergs Trainerin. Mit dem Ausgleichstor zum 26:26 war gut zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit wieder alles offen. In der verbissen umkämpften Schlussphase nahmen beide Teams ihre letzte Auszeit, doch die Abwehrreihen ließen nichts mehr zu. "Wir hatten die Chance, das Spiel in den letzten Sekunden für uns zu entscheiden. Leider landete der Ball am Pfosten", berichtet Hribova.

Nach der ersten Halbzeit der ersten Verlängerung hatte der HVC mit 30:29 die Nase vorn, doch nach zweimal fünf Minuten stand es 32:32. Folge war die nächste Extra-Schicht, die immer noch hohes Tempo zu bieten hatte. "Uns ist es gelungen, mit 34:32 in Führung zu gehen, und diesen Vorsprung konnten wir dann behaupten", sagt beschreibt Hribova die entscheidende Phase, in der HSV-Torhüterin Nadine Werner wichtige Paraden zeigte. Schlüssel zum Erfolg war der Trainerin zufolge jedoch die gute Teamleistung: "Die ganze Zeit haben wir schnellen Tempohandball gespielt. Wir waren konditionell gut vorbereitet." (kgf)

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