Erzgebirger treffen auf Vogtländer

Der FC Stollberg weiht in der Fußball-Landesklasse am Sonntag gegen Treuen seinen neuen Kunstrasen ein. Thalheim trifft in Mühltroff auf ein Buch mit sieben Siegeln.

Stollberg/Thalheim.

Zeit zur Regeneration: Das hatten die Landesklasse-Fußballer aus dem Altkreis Stollberg am vergangenen Wochenende, als die zweite Runde im Sachsenpokal ausgespielt wurde - weder Thalheim noch Stollberg waren in dem Wettbewerb noch dabei. An diesem Sonntag geht es nun in der Liga weiter. Und sowohl die "Tannen" als auch der FCS können mit recht breiter Brust an ihre Aufgaben herangehen.

So gelang es dem FC Stollberg beim 4:4 zum Saisonauftakt in Meerane, einen 0:3-Rückstand aufzuholen. Mit dem FSV Treuen, gerade aufgestiegen, stellt sich um 15 Uhr ein auf dem Papier machbarer Gegner im Glückaufstadion vor. "Leicht wird die Aufgabe trotzdem nicht, zumal unser Torjäger Steven Tonne verletzt ausfällt", sagt Vereins-Vize Robert Hetze. Dafür stehen die beiden Neuzugänge Tommy Käßemodel und Michael Neubert im Kader. Beide waren vor der Saison vereinslos, Neubert spielte zuletzt beim VfL Hohenstein-Ernstthal - bis sich der Verein im vergangenen Winter aus der Oberliga zurückzog. Gespielt wird am Samstag im Übrigen zum ersten Mal auf dem runderneuerten Kunstrasenplatz des Vereins. Die Einweihung des neuen Geläufs erfolgt um 14.45 Uhr durch Vertreter des Vereins und Oberbürgermeister Marcel Schmidt.

Aufsteiger Tanne Thalheim muss dagegen fast bis an die Grenze zu Thüringen reisen. In Mühltroff geht es um 15 Uhr gegen den dortigen VfB - für die Gäste ein unbeschriebenes Blatt. In der vergangenen Saison, in der die Tannen in der Erzgebirgsliga kickten, standen die Vogtländer in der Landesklasse lange unter dem Strich, konnten sich aber am letzten Spieltag vor Weihnachten auf einen Nichtabstiegsplatz retten. Letztlich irrelevant, da wegen der Coronakrise am Ende ohnehin alle Vereine die Klasse hielten. In diese Spielzeit starteten die Mühltroffer mit einer klaren 0:4-Packung im Derby in Reichenbach, während die sich Tannen zuhause 3:1 gegen Reichenbrand durchsetzen. Als Favorit sehen sich die Gäste trotzdem nicht. "Als Aufsteiger hoffen wir aber schon, gut mithalten und die Leistung aus den ersten beiden Partien wieder auf den Rasen bringen zu können", sagt Thalheims Trainer René Wendler. Auch im Pokal gegen den Landesligisten Taucha hatten die Zwönitztaler sehr gut mitgehalten und mussten sich erst in der Verlängerung mit 0:1 geschlagen geben.

Personell können die Thalheimer aus dem Vollen schöpfen. "Auch beruflich ist im Gegensatz zum letzten Spiel diesmal niemand verhindert", so Wendler.

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