Fandrich: "Wir waren auf allen Teilen des Feldes unterlegen"

Dem Veilchen-Kicker hat sich am Sonntag bei der 0:1-Niederlage in der Zweitliga-Partie in Heidenheim kurz vor Schluss die große Chance zum Ausgleich geboten. Dass er den Ball nicht richtig traf, darüber ärgert er sich gewaltig. Aber nicht nur darüber.

Heidenheim.

Ein präziser, langer Pass von Philipp Riese in den Strafraum des 1. FC Heidenheim, ein im richtigen Moment einlaufender Clemens Fandrich - eine riesengroße Torchance für den FC Erzgebirge Aue. Es wäre im Zweitliga-Fußballspiel am Sonntag nach Denis Thomallas Treffer zum 1:0 (54.) zehn Minuten vor Schluss der Ausgleich für die Veilchen gewesen. "Der Pass war super, mein Laufweg gut", sagt Fandrich. "Aber ich habe den Ball nicht richtig getroffen. Das Tor hätte vielleicht einen Punkt bedeutet. Dass ich es nicht gemacht habe, ärgert mich sehr." Den Auern wäre das 1:1 gewiss recht gewesen, zum Spiel gepasst hätte es nicht.

Denn neben Fandrichs Versuch hatten die Gäste in den 90 Minuten in der Voith-Arena noch zwei, drei halbe Gelegenheiten, die Hausherren vor insgesamt 10.300 Zuschauern etwa ein Dutzend. "Keine Frage: Wir haben verdient verloren. Die Heidenheimer hatten uns heute von der ersten Minute an im Griff, hätten eigentlich schon zur Pause führen müssen", weiß auch Clemens Fandrich. "Wir haben gekämpft, sind aber gar nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen, waren irgendwie auf allen Teilen des Feldes unterlegen", analysiert der 27-Jährige weiter.

Und Steve Breitkreuz ergänzt: "Die Gastgeber haben uns auch taktisch geschlagen. Sie sind viel rotiert, zogen unseren Verbund aus- einander, rissen damit Lücken. Dem konnten wir nicht genug entgegensetzen, zumal sie einfach auch die bessere Tagesform hatten." Dass nun am Sonnabend mit dem Hamburger SV der größte Name der Liga in Aue aufkreuzt, findet der Abwehrchef gar nicht so schlecht: "Klar, wir sind da krasser Außenseiter. Aber wir spielen zu Hause - da haben wir eine bessere Quote, da wollen wir auch dieses Spiel gewinnen. Wichtig ist dabei vor allem, dass wir gegen eine Truppe mit so starken Individualisten die Abstände in unserer Mannschaft kleiner halten als in Heidenheim. Da kann uns diese Niederlage eine Lehre sein."

Für Clemens Fandrich ist sie das noch in einer anderen Hinsicht: "Am Sonntag haben wir uns erst in den letzten 20 Minuten gestrafft und ein bisschen Druck gemacht. Gegen den HSV müssen wir das von Beginn an tun."

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