Fans glauben weiterhin fest an den Klassenerhalt

Die Zweitliga-Kicker des FC Erzgebirge Aue können sich auf ihren Anhang verlassen. Das zeigte sich am Sonntag in Stuttgart einmal mehr eindrucksvoll.

Stuttgart.

Eines ist nach dem 0:3 des FC Erzgebirge Aue bei Spitzenreiter VfB Stuttgart deutlich zu hören und zu sehen gewesen: Die im Abstiegskampf erprobten Fans der Veilchen werden ihre Mannschaft einmal mehr gnadenlos unterstützen. Wie ein Mann standen rund 2500 von ihnen auch gegen die schwäbische Übermacht unerschütterlich hinter ihrem Team.

Lange nach dem Abpfiff hallte aus dem Gästeblock in einer ansonsten leeren Mercedes-Benz-Arena lautstark der Ruf nach der Mannschaft. Und die Spieler kamen noch einmal aus der Kabine, holten sich ein wenig Balsam für die Seelen ab und Zuspruch für die beiden nun folgenden entscheidenden Duelle. Denn obwohl natürlich kein Lila-Weißer in Stuttgart verlieren wollte, ist nur das Normale eingetreten. Zu deutlich war zu sehen, dass der FCE der Offensivqualität des Spitzenreiters nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen hat.

Der Fokus richtete sich sofort auf die letzten zwei Gegner in dieser Saison - Kaiserslautern und Düsseldorf. Die seien sportlich eher auf dem Level von Aue. "Wir müssen einfach gegen Kaiserslautern gewinnen", so der Tenor. Dies war auch die Meinung von Jürgen Leistner aus Meißen. Zugleich fand der 59-Jährige die Stimmung im Stuttgarter Stadion absolut erstligareif. Die Kulisse von 59.000 Zuschauern bedeutete einen Pflichtspielrekord für die Veilchen. Logisch, dass da viele eine Gänsehaut bekamen, etwa Marcel Auris aus Ravensburg. Für den 32-Jährigen, der aus Annaberg-Buchholz stammt, war die Atmosphäre samt der Choreografie der VfB-Fans vor dem Anpfiff "richtig geil." "Keine Frage - das hatte Erstliganiveau." Was "seinen" FC Erzgebirge angeht, so ist Auris felsenfest davon überzeugt, "dass wir nicht absteigen, auch weil das späte Ausgleichstor der Bochumer gegen Bielefeld Gold wert war". Das von Düsseldorf gegen Würzburg wohl ebenso.

Die Fans können schon mal die Rechenschieber rauskramen. Während die Veilchen am Sonntag im Lößnitztal gegen Kaiserslautern den nächsten Schritt zum Klassenerhalt gehen wollen, werden wahrscheinlich fast genauso aufmerksam die Partien der Verfolger Würzburg gegen Sandhausen und Bielefeld gegen Braunschweig verfolgt. Das Wichtigste aus Sicht der FCE-Anhänger aber ist, dass die Spieler in Lila-Weiß es selbst in Hand haben, den Verbleib in der 2. Bundesliga zu sichern.

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