Fans sehnen Heimsieg herbei

Der letzte Erfolg der Marienberger Handballerinnen in eigener Halle liegt vier Monate zurück. Gegen Görlitz nimmt der einstige Oberliga-Spitzenreiter einen neuen Anlauf.

Marienberg.

Gelingt den Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg ihr erster Heimsieg im Kalenderjahr? Findet die Mannschaft im Sachsenderby zurück in die Erfolgsspur? Diese Fragen stellen sich viele Fans der Gastgeberinnen vor dem morgigen Heimspiel gegen den SV Koweg Görlitz, das 17.30 Uhr in der Turnhalle "Am Goldkindstein" beginnt. Wie es sich anfühlt, einen Heimsieg in der Mitteldeutschen Oberliga zu bejubeln, haben einige Anhänger womöglich schon vergessen. Das letzte Mal durften sie am 5. November 2016 feiern.

Dass diese lange Durststrecke Spuren hinterlässt, ist logisch. Die Verunsicherung bei den HSV-Damen war zuletzt spürbar, zumal verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle das Team zusätzlich schwächten. Und jetzt kommt ausgerechnet die Mannschaft in die Bergstadt, gegen die in der Hinrunde die Serie von neun Niederlagen begann. Als favorisierter Spitzenreiter angereist, verloren die Marienbergerinnen beim SV Koweg unerwartet deutlich mit 16:22. Diesmal stehen sich beide Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber. Sowohl der auf Platz 8 liegende HSV (14:18 Punkte) als auch die Gäste aus Ostsachsen (9./14:20) brauchen einen Sieg, um den Anschluss zum rettenden Mittelfeld der Tabelle nicht zu verlieren. Ums Selbstvertrauen dürfte es auf beiden Seiten nicht allzu gut bestellt sein, da es zuletzt weitere bittere Niederlagen setzte.

Womöglich kommen beim HSV ja neue Impulse von der Bank, denn dort wird diesmal Denise Reichel das Sagen haben. Die Teamleiterin vertritt Trainerin Daniela Filip, die aufgrund einer Weiterbildungsmaßnahme unterwegs ist. "Gegen Görlitz geht es jetzt vor allem darum, aus den Fehlern der letzten Partien die richtigen Schlüsse ziehen", sagt Vereinspräsident Karlgeorg Frank: "Dass heißt, unsere Spielerinnen müssen die Abwehr stabilisieren, miteinander reden, sich gegenseitig unterstützen und motivieren, technische Fehler vermeiden und damit keine leichten Gegentore kassieren." Außerdem gelte es für die Gastgeberinnen, die Torchancen besser zu nutzen und auch das Spiel über die Außen zu verbessern.

Eingeläutet wird der Heimspieltag bereits 11.15 Uhr mit der Bezirksliga-Partie der D-Juniorinnen gegen den SV 04 Plauen-Oberlosa. Ab 15 Uhr stimmt ein Verbandsliga-Duell auf den Höhepunk am Abend ein. Dabei trifft die zweite Marienberger Damen-Mannschaft (4.) auf die SG Lok Wurzen (9.). Für die Reserve sieht die Welt ganz anders aus: Nach sieben Siegen in Folge plant das Team den nächsten Coup. (mit kgf)

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