FCS: Gelingt der Durchbruch?

Die Stollberger Landesklasse-Kicker wollen beim TSV Ifa den ersten Auswärtssieg einfahren. Der Coach mahnt jedoch vor Überheblichkeit.

Stollberg.

Die Diskrepanz ist gravierend: Im heimischen Glückauf-Stadion haben die Landesklasse-Kicker des FC Stollberg in dieser Saison als einziger Verein der Liga noch keinen Punkt abgegeben. In der Fremde hat der Tabellensechste dagegen noch keinen einzigen geholt.

Die Gelegenheit, die Negativserie im vierten Auswärtsspiel zu durchbrechen, erscheint günstig. Denn mit dem TSV Ifa Chemnitz erwartet die Stollberger ein Gegner, der bislang eine Katastrophen-Saison spielt. Lediglich gegen Aufsteiger Mühltroff wurde gewonnen, ansonsten setzte es nur Niederlagen. Die Folge: Platz 15, punktgleich mit Schlusslicht Klaffenbach.

FCS-Trainer Bernd Eichenmüller warnt allerdings davor, den Gegner zu unterschätzen. "Die stehen mit dem Rücken zur Wand und werden alles, was sie haben, in die Partie werfen. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, das wir in keiner Form überheblich angehen dürfen", so der 63-Jährige, der mit ein wenig Bedauern in Richtung Eubaer Straße blickt. "Die Ifa war über Jahre hinweg eine Hausnummer, hat immer mindestens Landesklasse gespielt und hatte immer einen tollen Nachwuchs. Aber inzwischen rennen die jungen Spieler, die es beim CFC nicht schaffen, alle zur Fortuna und die Ifa bleibt außen vor", so Eichenmüller. Sinnbildlich sei das für den 1. September angesetzte Kellerduell in Klaffenbach gewesen, das der TSV wegen Spielermangels habe absagen müssen. "Das hätte es früher nie gegeben", so Eichenmüller.

Das 2:5-Debakel am vergangenen Wochenende in Schneeberg sei inzwischen abgehakt. "Wie schon gesagt ist mir so eine Niederlage letztlich lieber, als wenn wir unglücklich oder trotz großer Dominanz verlieren", so der Coach. Schon am Dienstag im Training habe er eine Reaktion gemerkt, die Mannschaft wolle den schwachen Auftritt bei der Concordia unbedingt vergessen machen.

Personell kann der Stollberger Trainer aus dem Vollen schöpfen. Dass gerade Herbstferien sind, mache sich nicht negativ bemerkbar. "Die Kinder meiner Spieler sind alle noch zu jung", sagt er. Bei der Ifa gelte es am Sonntag besonders, auf Stürmer Felix Klein-Heinzmann aufzupassen, der in den vergangenen drei Spielzeiten jeweils zweistellig getroffen hat. "Wenn wir ihn aus dem Spiel nehmen, haben wir sehr gute Chancen, den ersten Auswärtssieg in dieser Saison zu landen. Und das ist unser Ziel", so Eichenmüller.

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