Fehlende Cleverness führt auf die Schattenseite

Fußball, Landesliga: Olbernhau unterliegt in Markranstädt - Testspiel gegen Bischofswerda steht kurz bevor

Markranstädt.

Eine Woche nach dem viel umjubelten 6:1-Auftaktsieg gegen Glauchau ist die Gefühlswelt der Olbernhauer Fußballer auf den Kopf gestellt worden. Gestern verlor der Landesliga-Aufsteiger seine zweite Partie beim SSV Markranstädt mit 0:4. "Der Fußball hat nicht nur seine Sonnenseite. Jetzt haben wir mal die Schattenseite erlebt", sagt Steve Dieske. Dass der SVO-Trainer dabei recht gelassen klingt, hat seine Gründe. Denn genauso, wie der nach dem Sieg der Vorwoche nicht in Euphorie verfiel, so sieht er jetzt auch keinen Grund, schwarz zu malen für den Liga-Neuling.

Ansätze zu berechtigter Kritik lieferte die gestrige Partie auf jeden Fall. "Wir haben die ersten 20 Minuten total verschlafen", ärgert sich Dieske über die schwache Anfangsphase, in der der Defensive die passende Staffelung fehlte. Nach einem langen Flugball und einem Freistoß bestraften die Gastgeber dies mit zwei frühen Gegentoren. Auch die bereits in der Vorbereitung gezeigte Abschlussschwäche der SVO-Kicker wurde in Markranstädt wieder zu einem Thema.

"Nach dem verpatzten Start hatten wir 20 starke Minuten, in denen wir sogar den Ausgleich erzielen können", sagt Olbernhaus Trainer. Vier dicke Möglichkeit standen auf seinem Zettel. Die beste davon vergab Stürmer Jakub Uhlir, der aus acht Metern freistehend zum Abschluss kam, aber das Tor um mehrere Meter verfehlte. Diese und die anderen Gelegenheiten machten laut Dieske aber auch deutlich, dass sein Team Paroli bieten konnte.

Dies änderte sich nicht einmal durch die Gelb-rote Karte für Martin Preißler, der noch vor der Pause wegen wiederholten Foulspiels zum Duschen geschickt wurde. In Unterzahl dominierten die Gäste laut Dieske sogar die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit. Doch wieder brachten sich die Olbernhauer um die Früchte ihrer Bemühungen, indem sie unter anderem durch Schuster gute Chancen liegen ließen. Stattdessen setzte es zwei Konter.

"Fußballerisch waren wir nicht schwächer. Der Gegner hat uns aber mit seiner Effizienz brutal vorgemacht, wie es einem in dieser Liga ergeht, wenn man seine Chancen nicht nutzt", sagt Steve Dieske. Statt die Köpfe hängen zu lassen, wollen die Olbernhauer an ihrem Torabschluss arbeiten. Womöglich gelingen ja schon morgen Treffer, wenn der Landesligist ab 18 Uhr im eigenen Stadion auf den Regionalligisten Bischofswerdaer SV trifft. (anr)

Olbernhau: Geiger; Patr. Spartmann, Prasser, Miersch, Preißler (36. Gelb-rote Karte), Schuster (64. Fiebig), Siegert, Müller, Gottschalk, Schäfer, Uhlir (77. Domke); SR: Gläser (Elster-Röder); Z: 80; T: 1:0 Seifert (5.), 2:0/3:0/4:0 Heditzsch (12./61./81.)

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