Fehlstart erweist sich als Initialzündung

Mit dem Titelgewinn in der Kreisliga haben die Kegler des SV Fortuna Weißbach den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte gefeiert. Ein noch größerer soll bald folgen.

Weißbach.

Vielleicht lag es an einer Geburtstagsfeier kurz zuvor. Womöglich haben die Kegler des SV Fortuna Weißbach diese Aufgabe aber auch einfach nur unterschätzt. Wie dem auch sei: Der Saisonauftakt gegen die eigene zweite Mannschaft ging Anfang September mit 1:5 gründlich in die Hose. "Das konnte niemand wirklich glauben", erinnert sich Spieler und Mannschaftsleiter Martin Winkler noch genau an jenen Tag. Sieben Monate später kann er darüber schmunzeln, denn der Frust hat sich in Freude und Stolz verwandelt. Er und seine Teamkollegen haben sich den Titel in der Kreisliga geschnappt.

Offenbar diente der Fehlstart als Initialzündung. Wachgerüttelt durch dieses Debakel, ging die erste Weißbacher Mannschaft fortan nur noch mit voller Konzentration auf die Bahn und blieb seither ungeschlagen. Lediglich beim 3:3 gegen den SV Dörnthal ließ das Team noch einen Punkt liegen. Was aber auch nicht verwunderte, schließlich gehörte dieser Gegner genau wie die HSV Eintracht Seiffen zum Favoritenkreis im Titelkampf. Durchsetzen sollten sich letztlich die Fortunen. "Knackpunkt war unser 4:2-Sieg in Dörnthal", berichtet Martin Winkler. Aus einer generell starken Mannschaft, die während der gesamten Saison ihr Potenzial abrief, hebt der 29-Jährige einen Teamkollegen besonders hervor. Schließlich stellte Mario Uhlig beim Gipfeltreffen in Dörnthal mit einem Einzelbahnrekord von 604 Holz die Weichen auf Sieg. Zwar folgten danach noch drei Spieltage, doch an diesen ließen sich die Weißbacher die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit 21 Punkten landeten sie in der Abschlusstabelle unter acht Teams klar vor Dörnthal (2.) und Seiffen (3.), die jeweils auf 18 Zähler kamen.

"Das war der größte Erfolg unserer Vereinsgeschichte. Zweiter waren wir schon, aber Sieger der Kreisliga noch nie", sagt Martin Winkler voller Stolz. Eine Feier hat es aber noch nicht gegeben. Und sie ist vorerst auch nicht geplant, denn in Kürze soll ein noch größerer Erfolg gelingen. Als Kreisliga-Meister des mittleren Erzgebirges trifft Weißbach am 19. Mai in Oelsnitz auf die Gewinner der drei anderen Altkreise: KSV Saxonia Annaberg, ESV Zschorlau II und SKV 9 Pins Stollberg IV. Erstmals dient diese Erzgebirgsmeisterschaft zugleich als Aufstiegsturnier, denn der Gewinner darf nächste Saison in der 2. Bezirksklasse spielen. "Das wollen wir schaffen", gibt sich Winkler ehrgeizig. Der Mannschaftsleiter hat vorsorglich sogar eine Genehmigung für die Weißbacher Bahn eingeholt, damit die Mannschaft im Fall des Aufstiegs weiter daheim spielen kann. Auch die Meisterfeier will er bald nachholen - womöglich dann aus doppeltem Anlass.

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