Fünf Heimerfolge runden Rückrundenauftakt ab

Fußball, Erzgebirgsliga: Gäste unterliegen jeweils mit zwei Toren Differenz - Crottendorf bleibt daheim eine Macht

Annaberg-Buchholz.

Zum Beginn der Rückrunde hat es in der Fußball-Erzgebirgsliga in fünf Begegnungen Heimsiege gegeben. Nicht dazu gehörte das 1:1 zwischen Spitzenreiter Stollberg und Burkhardtsdorf, das bereits vergangene Woche im vorgezogenen Spiel zustande kam. Ein Aufatmen war in der Kreisstadt zu vernehmen, da die zweite Mannschaft des VfB Annaberg ihren zweiten Sieg landen konnte.

VfB Annaberg - FSV Pockau-Lengefeld 3:0 (1:0). Einen Einstand nach Maß hat es für Lars Walther gegeben. Der neue Trainer siegte bei seiner Premiere an der Linie mit seiner Elf 3:0. "Dabei hat uns die frühe Führung durch Franz Rossa in die Karten gespielt und der jungen Truppe Selbstvertrauen vermittelt", so der 44-Jährige. Allerdings dauerte es dann eine Stunde, bevor die Gastgeber nachlegen konnten. Bis dahin verwalteten sie den Vorsprung recht geschickt und setzten mit Kontern immer wieder Nadelstiche. "Obwohl wir in einigen Phasen den letzten Ball leichtfertig verschludert haben, bin ich zufrieden", sagte Walther, der das 3:0 sogar als etwas zu deutlich einschätzte. "Die Pockauer waren spielerisch gut, ihnen ist aber nichts Entscheidendes gelungen." Einer der Gäste sah in der Schlussminute wegen Meckerns noch Gelb-Rot, weil er den Strafstoß für den VfB nicht akzeptierte.

SV Crottendorf - Neustädtler SV 3:1 (0:1). Mit dem Wind kam die Wende. Denn nach der Pause drehten die Gastgeber das Spiel, die Neustädtler erarbeiteten sich kaum noch Gelegenheiten. Sie waren allerdings durch Ben Weiß etwas überraschend in Führung gegangen, da Crottendorfs Leon Vetter zunächst das leere Tor verfehlt hatte und Richard Fritzsch verletzt vom Feld musste. Zwei Momente, die es für Crottendorf zu verdauen galt. Die heimstärkste Elf der Liga berappelte sich dann aber, Vetter verwertete eine Eingabe von Julian Bret-schneider zum Ausgleich, Eric Häßler besorgte nach Simon Smidts Kopfball-Verlängerung die Führung, und Anton Rother legte nach energischer Balleroberung noch einen Treffer drauf. "Alles in allem ein verdienter Erfolg, hauptsächlich wegen unserer guten zweiten Hälfte", bilanzierte SV-Co-Trainer Gunnar Langer nach einer fairen Partie, in der es nur eine gelbe Karte gab.

FV Drebach/Falkenbach - FV Königswalde 3:1 (2:0). In einer lange Zeit einseitigen Partie kamen anfangs nur die Gastgeber zu Chancen. "Eigentlich hätten wir zu Halbzeit 5:0 führen müssen", sagte Steffen Ziffert, dessen Schützlinge nur zwei der zahlreichen guten Möglichkeiten verwerten konnten. Ein brisanter Zwischenstand, wie der neue FVK-Trainer seinen Spielern in der Pause klarmachte: "Ein 2:0 ist ein gefährliches Ergebnis. Wenn nur ein Ball durchrutscht, kann sich alles ändern." Und so kam es dann. Bei ihrem ersten vielversprechenden Angriff schlugen die Blau-Weißen eiskalt zu, sodass die Krokusse plötzlich verunsichert wirkten. "Wir haben nicht an die erste Halbzeit angeknüpft", gestand Ziffert, der nach einigen bangen Minuten aber das erlösende 3:1 bejubeln durfte. "Positiv ist, dass wir uns so viele Möglichkeiten herausgespielt haben, aber es gibt noch viel zu tun", kommentierte er seinen Einstand in der Erzgebirgsliga. "Ein verdienter Sieg, der aber deutlich zu niedrig ausfiel."

SV Bermsgrün - SV Großrückerswalde 2:0 (1:0). Dank Schützenhilfe kam der SV Bermsgrün zu einem 2:0-Heimerfolg über den SV Großrückerswalde. "Wir haben unserem Gegner beide Tore aufgelegt. Fehlpässe wurden sofort bestraft", sagte Steven Finzelberg vom SVG. "Das ist bitter." Mit der ersten Halbzeit haderte er arg. "Was wir taktisch wollten, konnten wir kein bisschen umsetzen." Dafür gelang Eintracht-Kicker Tom Reisdorf das 1:0 (31.). Um Welten besser lief aus Sicht der Gäste die zweite Halbzeit. "Die war richtig gut", so Finzelberg. Nur in Tore konnte sein Team die Steigerung nicht ummünzen. Vielmehr war es erneut Reisdorf, dem in der 80. Minute das 2:0 gelang. "Mit seinem einzigen Torschuss in Hälfte zwei macht der SV Bermsgrün den Deckel drauf, während wir sieben eigene Chancen liegen lassen", so Finzelberg. Man habe verdient verloren. "Aber zumindest können wir auf unseren Auftritt in der zweiten Halbzeit aufbauen."

Schwarzenberg - Dittmannsdorf/W. 2:0 (2:0). Besser hätte der Start nach der Pause aus Sicht der Gastgeber nicht laufen können: 2:0 hieß es für den FSV Schwarzenberg gegen den SV Dittmannsdorf/Witzschdorf. "Wir haben eine solide Leistung abgerufen. Ein verdienter Erfolg", so Uwe Miller, Trainer der aktuell viertplatzierten Schwarzenberger. Der Coach ist froh über den souveränen Auftritt seiner Elf gegen den Vorletzten. Gerade solche Gegner sollte man nicht unterschätzen. Dank geschlossener Mannschaftsleistung geriet der Dreier nie in Gefahr. Über einen Rückpass an den 16-Meter-Raum, den Frank Mußmacher volley nahm und zum 1:0 (36.) veredelte, ging es auf die Siegerstraße. Gaga Dolidze erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0 (43.). In der zweiten Hälfte ließ Schwarzenberg nicht mehr viel zu. Miller: "Wir sind personell gut aufgestellt und legten eine gute Basis für die schwere Auswärtsaufgabe am kommenden Sonntag." Dann trifft Schwarzenberg im Altkreisderby auf den Tabellenzweiten aus Auerhammer. (mas/ane/anr)

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