Gäste-Abwehr als Knackpunkt

Die Oberliga-Handballer des EHV Aue II erwarten am Sonntag Köthen zum Duell auf Augenhöhe. Die Schneeberger Frauen sind beim Sachsenliga-Primus nur Außenseiterinnen.

Aue/Schneeberg/Zwönitz.

Mit einer offensiven Abwehr bekommt es der Angriff des EHV Aue II am Sonntag im Heimspiel in der mitteldeutschen Handball-Oberliga zu tun. Zu Gast ist die HG Köthen, die diese Stärke zuletzt vermehrt ausspielte. Ihr wollen die Gastgeber eine hohe Intensität und vor allem gute Übergänge im Angriff entgegensetzen. Anpfiff in der Lößnitzer Erzgebirgshalle ist 16.30 Uhr.

Bei dem Duell empfängt der Tabellenachte (16:18 Punkte) den aktuellen Sechsten (19:15). Vorsicht ist geboten. Denn die Formkurve der Anhaltiner zeigte in den jüngsten beiden Partien steil nach oben. Einem Auswärtssieg in Plauen (30:22) folgte aus Sicht der Köthener ein souveräner Heimerfolg gegen Apolda (30:21). In beiden Partien legte die HG ein hohes Spieltempo an den Tag. Dies wiederum ist genau nach dem Geschmack von Aues Trainer Michael Hilbig. Seine Sieben will sich keinesfalls verstecken - und die zu erwartende, offensive Gäste-Abwehr konsequent durchbrechen.

Nur in der Außenseiterrolle sind indes die Schneeberger Sachsenliga-Handballerinnen, die am Sonnabend ab 14 Uhr bei der Zweitliga-Reserve des HC Leipzig auf die Platte müssen. Der Liga-Primus hat sich bisher kaum Fehler erlaubt. Entsprechend schwer wird die Auswärtsaufgabe für den SVS. Doch Trainer Sascha Thieme gibt das Duell nicht von vornherein verloren, immerhin konnte sich seine Sieben zuletzt steigern und auch in der Offensive gelangen effektivere Aktionen. Jüngst bezwangen die Bergstädterinnen sogar den Tabellendritten mit 29:26. Allerdings vor heimischer Kulisse. Thieme bewertet die Messestädterinnen ganz klar als Titelkandidat. "Wir wissen, dass uns ein ganz schwerer Brocken gegenübersteht, wollen uns jedoch keinesfalls verstecken und die Leipzigerinnen - so gut es eben geht - zumindest ein bisschen ärgern. Und dann können wir ja schauen, was dabei am Ende rauskommt."

Keine leichte Aufgabe liegt auch vor den Männern des Zwönitzer HSV, die am Sonnabend ab 16 Uhr in der Sachsenliga den Tabellenzweiten vom SV Görlitz empfangen. Die Ostsachsen sind mit dem HC Glauchau-Meerane dem Rest der Liga enteilt und machen die Meisterschaft vermutlich unter sich aus. Doch auch die Erzgebirger können nach zwei Dritteln der Saison als Sechster (16:12) - punktgleich mit dem Vierten - eine gute Bilanz ziehen. Ein Sieg gegen die favorisierten Gäste ist nicht unmöglich, aber dafür müsste bei den Zwönitzern alles passen. Vorige Saison hatten sie den SV schon am Rande einer Niederlage, führten bis zehn Minuten vor dem Ende und verloren dann unglücklich.

Schon 14 Uhr sind an gleicher Stelle die Verbandsliga-Frauen des HSV gegen die zweite Mannschaft des SC Markranstädt gefragt. Die Gäste vom Sachsenliga-Absteiger finden sich überraschenderweise im Tabellenkeller wieder und laufen Gefahr, durchgereicht zu werden. Das Hinspiel konnten die Zwönitzerinnen bereits gewinnen. Ein erneuter Erfolg ist das Ziel. Dafür gilt es, den SC konsequent unter Druck zu setzen und eigene Chancen effektiver zu nutzen. (kiw/ane/bral)


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