Gebeutelt zum Jahres-Halali

Die Landesklasse-Kicker liegen weit weg von ihren Zielen. Nach den Pleiten der Vorwoche soll es übermorgen besser werden.

Annaberg-Buchholz/Gelenau.

1:6 und 0:4. Dabei wollten die Kicker des VfB Annaberg und die des BSV Gelenau schon vergangenen Sonntag punkten. Sie lagen weit daneben. Aber es gibt für beide noch eine Chance, das Fußball-Jahr 2018 nicht mit einer Niederlage zu beenden. Und: Am Sonntag ab 13.30 haben beide Mannschaften Heimvorteil.

VfB Annaberg (12. Platz/13 Punkte) -Reichenbacher FC (10./16): Die Zahlen sprechen eine ausgeglichene Sprache. Je zwei Siege und Niederlagen bei vier Remis zeigt die Statistik seit 2008. Zuletzt, 2012 in der Bezirksliga, hat der VfB daheim 1:2 gegen die Vogtländer verloren. Das soll auf keinen Fall wieder passieren, obwohl die Reichenbacher keins ihrer letzten drei Punktspiele verloren haben und an den viermal hintereinander geschlagenen Annabergern vorbeigezogen sind. "Gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg müssen wir gewinnen. Alles andere zählt nicht", sagt VfB-Vorstand Willy Beckert. Seine Mannschaft muss auf Richard Freund und Danny Nixdorf verzichten, auch die A-Jugendlichen haben selbst ein Punktspiel. "Aber unser Kader ist groß genug, wir können ja auch die U-23-Leute aus der Zweiten einsetzen", verbreitet Beckert Optimismus. Er wünscht sich auf dem Kunstrasen einen ordentlichen Jahresabschluss, um auch bei der Weihnachtsfeier am 15. Dezember etwas gelöster sein zu können.

BSV Gelenau (15./7) - Tanne Thalheim (14./9): Wer verliert, ist raus. Auf diese einfache Formel lässt sich das Kellerduell wohl bringen. Dabei hätten sich die Mannschaften aus dem Erzgebirge sicher eine andere als die jetzige Konstellation gewünscht. Denn wer diesmal ohne Zähler bleibt, muss schon viele Punkte hinter einem der rettenden Plätze überwintern. Dem Trainer der Gastgeber fällt es dennoch schwer, Zuversicht zu verbreiten. "Also wenn keiner mehr wegfällt, habe ich genau zehn Feldspieler zur Verfügung", begründet es Thomas Kersten. Zwar stoßen Christopher Kopitzke und Patrick Kolditz wieder zum Kader, doch Max Loos, Michael Apfelstädt und Toni Barth fallen dafür aus. "Ich hatte schon vergangene Woche nur einen Wechselspieler. Nun das, zumal derzeit noch drei, vier Jungs krank sind", so Kersten. "Also ideale Bedingungen für das letzte Spiel des Jahres", flüchtet er sich in Sarkasmus. Dennoch: Sein BSV werde alles versuchen, um die Punkte in Gelenau zu behalten. Schließlich könnte eine weitere Niederlage bereits die ganze Saison entscheiden - für beide Teams.

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