Gelenauer bringen Spitzenreiter ins Wanken

Ringen, Regionalliga: RSK unterliegt 14:16 bei GermaniaMarkneukirchen

Markneukirchen.

Der beeindruckenden Siegesserie der Ringer aus Markneukirchen, die seit Dezember 2017 ungeschlagen sind, hätte der RSK Gelenau beinahe ein überraschendes Ende bereitet. Als krasser Außenseiter ins Vogtland gereist, boten die Erzgebirger dem Spitzenreiter der Regionalliga Mitteldeutschland lange Paroli. Vor den letzten beiden der zehn Duelle stand es 13:13. Obwohl sich am Ende des Abends beide Teams einen Sieg sicherten, hatten die Gastgeber mit 16:14 die Nase vorn. Dennoch war Björn Lehnert begeistert. "Ich habe mich als Trainer nach einer Niederlage noch nie so stolz gefühlt", sagt der RSK-Coach. Ihm und seinen Athleten zollten hinterher auch Verantwortliche und Fans der gegnerischen Seite großen Respekt.

Schon an der Waage überraschten die Gelenauer ihren Kontrahenten. Zwar musste auch der RSK vier Zähler kampflos den Gastgebern überlassen, weil sie das Limit bis 57 Kilogramm unbesetzt ließen. Dafür wanderten aber ebenso vier Zähler aufs Konto des Außenseiters, weil im Limit bis 86 Kilogramm Lucas Kästel ohne Gegner blieb. Von gegnerischer Seite war dort Fabian Jänicke erwartet worden, dessen Fehlen somit nicht ins Gewicht fiel. "Auch in den anderen Duellen haben wir das Optimale herausgeholt, mitunter sogar mehr als erwartet", lobt Björn Lehnert seine Schützlinge. Daniel Franke (61 kg) und Cezary Sadowski (80 kg), der gegen den bundesliga-erfahrenen William Stier in letzter Sekunde die Technische Überlegenheit perfekt machte, sammelten jeweils vier Zähler. Dazu kam der knappe Punktsieg von Kamil Wojchiechowski (98 kg).

Auch Hassan Ismail (66 kg) stand kurz vor einem Erfolg, gab aber 2:1 in Führung liegend drei Sekunden vor Schluss bei einem gegnerischen Konter noch eine Vierer-Wertung ab. "Trotzdem bärenstark", betont Lehnert, dem beim 13:13 vor den letzten beiden 75-Kilogramm-Duellen die nahende Niederlage schon bewusst war. Zu stark waren die Gastgeber aufgestellt. Dennoch lobt der Trainer Freistil-Experte Tillmann Germar, der diesmal gegen Justin Müller über die Zeit kam. Noch größere Begeisterung weckte Erik Löser, der dem favorisierten Seyrfan Simonyan einen knappen Punktsieg abknöpfte. Zum Mannschaftserfolg reichte dies zwar nicht. "Trotzdem nehmen wir den Schwung gern mit ins Derby gegen Thalheim", blickt Lehnert bereits voraus auf kommenden Samstag. (anr)

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